Am Anfang war ich etwas frustriert darüber, jetzt im Nachhinein habe ich aber durch diese Situation viel dazu gelernt und weiß nun, worauf ich den kommenden Jahren hinarbeiten möchte.
Welche Rolle haben dein Team, deine Trainerin und deine Mutter bei deinem Erfolg gespielt?
Mein Headcoach Oliver Nell hat mich von Anfang an unterstützt, ermutigt und intensiv betreut. Bei der Vorbereitung im Trainingslager haben mich die Trainer ebenfalls sehr gut aufgenommen, sowohl die Trainer, als auch die Athleten sind in den anderthalb Wochen sehr gut zusammengewachsen und haben eine tolle Bindung aufgebaut. Die für den Wettkampf essenziell war, um optimale Leistungen zu erzielen. Zudem hat mich nicht nur die Deutsche Nationalmannschaft unterstützt, sondern auch meine Familie, mein Verein SV 90 Gräfenroda und meine Freunde und Trainingspartner von Weightlifting Leipzig.
Du konntest dich auch im Stoßen gut behaupten – was lief hier aus deiner Sicht besonders gut, und woran möchtest du noch arbeiten?
Nachdem ich meinen ersten Versuch erfolgreich gemeistert hatte, erfuhr ich, dass wenn ich eine fünf Kilo Steigerung machen würde, ich mir die Bronzemedaille sichern könnte. Somit entschied ich mich an die 88 kg ranzugehen. Da diese zweimal nicht gelungen sind, möchte ich nun daran arbeiten noch stärker zu werden.
Was nimmst du aus diesem Wettkampf für deine sportliche Zukunft mit, und welche Ziele hast du dir als Nächstes gesteckt?
Ich habe vieles neues mitgenommen, wie zum Beispiel Ernährung und Training im Ausland aussieht. Für meine Zukunft habe ich mir das Ziel gesetzt, weiter hart zu trainieren um bei zukünftigen Wettkämpfen auf das Treppchen zu kommen.
Hattest du auch Freizeit in Madrid? Falls ja, wie hast du diese verbracht und was sind deine Eindrücke von der Stadt?
Ja ich hatte Freizeit in Madrid, dadurch, dass ich direkt dem Tag nach der Anreise Wettkampf hatte. Ich war größtenteils mit meiner Mutter unterwegs, wir hatten uns dazu entschieden, eher die grünen Seiten von Madrid uns anzusehen, zum Beispiel den Retiro-Park. Wir verbrachten auch mehr Zeit außerhalb von Madrid, um die Kultur besser kennenzulernen und um uns anzuschauen, wie die Menschen in Spanien so leben.