Stadtchef Kaminski strahlte, gelinde gesagt, wie ein Honigkuchenpferdchen, als er den symbolischen Scheck entgegennahm. Nicht nur ihm fiel ein riesiger Stein vom Herzen. Denn das der Freistaat Thüringen die rund 27 Millionen Euro teure Investition zu 90 Prozent fördert, war angesichts der großen Unwägbarkeiten kein Selbstläufer, ließ Feller bei der Übergabe anklingen. Wenn Kaminski in den letzten 16 Jahren keine grauen Haare bekommen hat, dann zweifelsohne jetzt, scherzte der Staatssekretär für Wirtschaft, Hochschulen und Digitales. Feller sprach von einem großartigen Tag für Schmalkalden. Er lobte die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, das Engagement der Unternehmen und die Weitsicht der Kommune, ein neues Gewerbe- und Industriegebiet zu konzipieren. Das sei eine richtige Entscheidung gewesen, betonte Feller angesichts der 95-prozentigen Auslastung aller vorhandenen Gewerbeflächen im Umkreis von 15 Kilometern. „Ein grandioser Wert.“ Rund um die Stadt seien praktisch keine freien Flächen mehr für Industrieansiedlungen vorhanden. Der neue Standort biete genügend Fläche für mindestens zehn bis zwölf größere Firmenansiedlungen beziehungsweise Erweiterungen bestehender Betriebe aus der Region. „Von der Stadt wissen wir, dass mehrere Unternehmen schon vor längerem Interesse an neuen Flächen bekundet haben“, sagte Feller weiter. Die Gespräche dazu liefen. Der bisherige Prozess, erklärte der SPD-Mann, habe viel Kraft gekostet – und es mussten Widerstände überwunden werden, auch im Stadtrat, auch von einer Partei, die sich ob ihrer Wirtschaftskompetenz rühmt.