Rund zehn Prozent ihres Einkommens zahlen Arbeitnehmer und Rentner für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung, der Arbeitgeberanteil kommt noch oben drauf. Rund 18 Prozent kommen so zusammen. Bald schon werden es eher 20 Prozent sein. Künftig könnten es sogar 25 Prozent werden, wenn sich denn nichts ändert im Gesundheitssystem, warnen Experten. Viel Geld also, dass die Versicherten berappen müssen. Und genau dieses Geld weckt eine hohe Erwartungshaltung. Ich zahle Beiträge, also will ich auch Leistung dafür sehen. Dieses Denken ist unter Versicherten in Deutschland durchaus weit verbreitet. Das Ergebnis sind Besuche in der Notaufnahme am Freitagabend mit Erkrankungen, die mit einer Wärmflasche und einer Schmerztablette auch auf dem heimischen Sofa zunächst gut zu behandeln gewesen wären.