Gesundheitsministerin Bayern: Jugendschutz-Lücke bei Cannabis-Samen und -Pflanzen

Ob im Haus oder im Garten: Hanf ist ziemlich genügsam, robust und verzeiht einiges an Fehlern. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat vor dem Verkauf von Cannabis-Samen und Hanfpflanzen-Stecklingen an Kinder gewarnt. Das Gesetz der Ampel-Koalition habe große Schlupflöcher: "Es besteht die Gefahr, dass Stecklinge unreglementiert in Baumärkten oder anderen Fachgeschäften angeboten und auf diesem Wege auch von Kindern und Jugendlichen erworben werden", sagte die CSU-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag).

 
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Augsburg - Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat vor dem Verkauf von Cannabis-Samen und Hanfpflanzen-Stecklingen an Kinder gewarnt. Das Gesetz der Ampel-Koalition habe große Schlupflöcher: "Es besteht die Gefahr, dass Stecklinge unreglementiert in Baumärkten oder anderen Fachgeschäften angeboten und auf diesem Wege auch von Kindern und Jugendlichen erworben werden", sagte die CSU-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag).

Laut Gesetz handele es sich bei Samen und Stecklingen nicht um Cannabis. Außerhalb von Anbauvereinigungen gebe das Gesetz keine Regelungen vor. Der Umgang mit Stecklingen sei Minderjährigen nach aktueller Rechtslage somit nicht verboten, erklärte die Ministerin. Das Gesetz sei handwerklich mangelhaft und "gefährlicher Unfug". Die Bundesregierung müsse umgehend nachbessern und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen den Umgang mit sogenanntem Vermehrungsmaterial einschränken.

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