Geschwenda - Beim Karate geht es ja vor allem um schnelle Bewegungen und hohes Reaktionsvermögen. Offensichtlich haben sich die Verantwortlichen im zuständigen Erfurter Ministerium davon anstecken lassen, denn der Antrag auf Förderung durch Lottomittel, den der neue, in Geschwenda ansässige Karate-Verein Geratal e.V. dort gestellt hatte, sei mit geradezu verblüffender Unkompliziertheit und auch in rekordverdächtiger Zeit von zweieinhalb Wochen über die Bühne gegangen - wie Thomas Knippschild (parteilos), Mitglied im Ortschaftsrat Geschwenda und zugleich Fördermitglied dieses Vereins, den ganzen Vorgang schildert, der ihn so ungemein positiv überrascht hat. Man habe Mühe gehabt, die Karateverein-Erstausstattung, um deren Finanzierung es dabei gegangen sei, dann überhaupt so schnell zu beschaffen - einschließlich des Einholens von Angeboten und Auslösens der Bestellungen. Ein populäres Sportgeschäft aus Ilmenau und ein ihm gut bekannter Lieferant von Kampfsport-Zubehör aus Niedersachsen hätten dabei sehr geholfen, wie es Vereinstrainer Stefan Radomski schildert. Und anders als ein vorbildlicher Karate-Kämpfer, der ja seine "durchgekommenen" Schläge kurz vorm Auftreffen auf den Körper des Gegners abbricht, habe man dagegen in Erfurt auch keine Rückzieher mehr gemacht, und es sei auch kein Abgeordneter aufgetreten, der diese Lottomittel öffentlichkeitswirksam übergeben wollte.