Geschichte erleben Einblicke in die Stasi-Burg

red
Das Gebäude wurde Mitte der 1970er Jahre errichtet. Hier befanden sich die Dienstzimmer des letzten Stasi-Bezirkschefs, Gerhard Lange. Foto: Bundesarchiv

Zwei Geländeführungen finden am Donnerstag, 8. Dezember, um 11 und um 14 Uhr auf dem ehemaligen Stasi-Gelände in Suhl statt. Außerdem wird eine Bürgerberatung angeboten.

Die Stasi-Bezirksverwaltung befand sich bis zur friedlichen Revolution auf dem Suhler Hofleiten-Plateau und thronte wie eine Trutzburg über der Stadt. Am 4. und 5. Dezember 1989 besetzten couragierte Bürger die Gebäude mit dem Ziel, die Vernichtung der Akten zu stoppen.

In der gemeinsamen Veranstaltung des Stasi-Unterlagen-Archivs Suhl und der Thüringer Landesbeauftragen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA) werden am 8. Dezember zwei Geländeführungen – um 11 Uhr und um 14 Uhr - angeboten, teilt Nancy Nowik, kommissarische Leiterin des Stasi-Unterlagen-Archivs, mit. Anhand ausgewählter Unterlagen und Fotografien zeichnet Historiker Sascha Münzel die Entwicklung der Suhler Stasi-Burg nach und stellt die Nutzung einzelner Gebäudeteile vor. Zudem erinnert Anke Geier (ThLA) an die wesentlichen Ereignisse der friedlichen Revolution 1989/90 in Südthüringen. Für Interessierte gibt es kostenlose Dokumentenhefte und Informationsbroschüren. Es wird an diesem Tag von 9 bis 15 Uhr außerdem eine Bürgerberatung sowie Beratung zur Antragstellung auf Einsicht in die Stasi-Unterlagen angeboten.

Die Veranstaltung findet im Behördenzentrum-Haus 5 (ehemalige Kantine) Hölderlinstraße 1 statt, der Eintritt ist frei.

 

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