Geschenke zum Kindertag für Sonneberger Kindergärten Tierpark- und Sonnebad-Besuch gesichert

Zum Kindertag bringt Bürgermeister Heiko Voigt eine große Tüte gefüllt mit Gutscheinen für Tierpark und Sonnebad im Kindergarten „Märchenland“ vorbei. Foto: /Carl-Heinz Zitzmann

Jedes Jahr gibt es für die Mädchen und Jungen in den 15 Kindergärten der Stadt zum Kindertag kleine Geschenke. In drei Einrichtungen bringt Bürgermeister Heiko Voigt die Gutscheine für die Freizeiteinrichtungen persönlich vorbei.

Sonneberg - Als am Dienstagfrüh gleich mehrere Besucher vor der Tür stehen, ist es den Kleinen in den Kindergärten „Pusteblume“ und „Märchenland“ sichtbar unangenehm. Sie sind fast schon ein wenig erschrocken, als Bürgermeister Heiko Voigt „Hallo“ durch das Fenster ruft. „Ihr habt schon lange keine fremden Leute mehr gesehen“, meint er. Gemeinsam mit Steffen Hähnlein und Bettina Siebert ist er gekommen, um zum Kindertag ein kleines Geschenk für Jeden vorbeizubringen. Obwohl alle getestet sind – man hat vor dem Besuch in den Kindergärten extra noch einen Test gemacht, möchte man doch lieber im Freien bleiben. Die Erzieherinnen holen ein paar Kinder nach draußen, schließlich stehen sie heute im Mittelpunkt.

„Es ist ja leider schon der zweite Kindertag, den wir in der Pandemie feiern und hoffentlich der letzte“, bedauert nicht nur der Bürgermeister. „Aber ab heute sind ja wieder alle da“, freuen sich die Leiterinnen Silvia Wege-Rudaj und Sabine Bauer. Das macht den Kindertag gleich noch viel schöner. „Wenn alle Kinder da sind, macht die Arbeit viel mehr Spaß“, sind sich die Beiden einig und hoffen, dass es nun auch so bleibt und wieder alle Kinder kommen können. Aus ihrer langjährigen Erfahrung wissen sie, dass die optimale Gruppenzahl bei 14 Kindern liegt. Manch einer ist ja doch ein wenig schüchtern und kommt erst aus sich heraus, wenn es auch andere tun. Sind es ganz wenige, kann es schnell langweilig werden. „Gerade in der Notbetreuung nicht einfach“, schätzen sie. Aber man hat es geschafft, sich immer etwas Neues für die Mädchen und Jungen einfallen lassen und so die letzten Wochen und Monate gut gemeistert.

„Natürlich wird heute gefeiert“, verraten sie. In der Pusteblume werden verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die Mädchen und Jungen Spaß haben werden. Außerdem ist Julia Strauß von der Sonneberger Buchhandlung eingeladen. „Sie wird unseren Kindern etwas vorlesen“, verrät Silvia Wege-Rudaj. Bei so schönem Wetter darf außerdem ein Eis auf keinen Fall fehlen. Im benachbarten „Märchenland“ ist indessen sportliche Betätigung angesagt. „Wir starten nachher unser Sportfest“, erklärt Sabine Bauer. Wie toll sie schon klettern können, beweisen sie kurze Zeit später, als sie nicht nur ihr Klettergerüst, sondern auch die Bäume in Beschlag nehmen.

Aber jetzt sind sie erst einmal gespannt, warum denn heute soviel Besuch gekommen ist. Dass heute ihr großer Tag ist, wissen sie. „Von Mama, Papa oder einem Freund“, verraten sie dem Bürgermeister. Als er wissen möchte, ob schon jemand im Tiergarten war, melden sich einige. „Auch mit dem Kindergarten“, ergänzen die Erzieherinnen, weisen aber darauf hin, dass der letzte Besuch schon eine Zeit zurückliegt. „Und welche Tiere wohnen dort?“, hakt Heiko Voigt nach. „Eulen, Pferde, Schafe“, zählen die Kinder auf. „Tiger und Löwen auch?“, will der Bürgermeister nun wissen. „Nein, die leben nur in großen Zoos“, wissen einige. Den Namen der Tier, die springen können, wissen die Mädchen und Jungen auch. „Känguru“ , antworten sie. Ein wenig überlegen müssen sie indessen nach der Beschreibung von Heiko Voigt, welches Tier sich erst einbuddelt und später Männchen macht. Aber dann erraten sie es doch: „Die Erdmännchen“. Damit die Kleinen noch einmal ganz genau nachschauen können, welche Tiere in Neufang untergebracht sind und alle auch aus der Nähe beobachten können, hat er Gutscheine für den Tierpark mitgebracht. „Damit könnt ihr mit euren Eltern noch einmal dorthin“, empfiehlt er. Genau wie ins Sonnebad, für das er ebenfalls Gutschein überreicht. „Die beiden Einrichtungen sind je auch schon eine ganze Weile geschlossen“, erklärt er. Um ihnen beim Wiederstart zu helfen, hat man sich entschlossen, in diesem Jahr Gutscheine für alle Kinder der Stadt zu verteilen. „Rund 950 Mädchen und Jungen in 15 Kindergärten, davon zwei städtischen“, weiß Steffen Hähnlein ganz genau.

„Könnt ihr auch schon schwimmen?“, möchte Heiko Voigt noch wissen. Doch da muss der Großteil verneinen. „Aber ihr geht gern baden?“, fragt er nach und erntet ein lautstarkes „Ja“. Die Geschenke hat man also richtig ausgesucht, denn nun steht einem Besuch im Sonnebad nichts mehr im Weg. „Da könnt ihr planschen und spielen“, ist er sich sicher.

Bis zum nächsten Termin ist noch etwas Zeit und man tauscht sich über die Schwierigkeiten während der Pandemie-Zeit aus und spricht auch über neue Vorhaben. Dringend notwendig und in diesem Jahr auch vorgesehen ist die Erneuerung der Spielgeräte in der „Pusteblume“. 2006 entstanden, ist der Zahn der Zeit nun doch deutlich zu sehen. „Ach deshalb ist abgesperrt?“, fragt man. Doch Silvia Wege-Rudaj kann beruhigen. „Nein, die Spielgeräte sind alle noch voll in Benutzung. Die Absperrbänder sind notwendig geworden, um eine optimale Gartennutzung auch in Zeiten von Abstandsregelung zu gewährleisten. „Wir haben dafür extra einen Gartenplan aufgestellt und alle halbe Stunde gewechselt“, macht sie deutlich. Wahnsinn, was man alles zu beachten hatte. Auch die neuen Spielgeräte, die noch in diesem Jahr installiert werden sollen, werden wieder aus Holz sein. Heiko Voigt und Steffen Hähnlein können sich damit eher weniger anfreunden. „Das muss man halt immer wieder in regelmäßigen Abständen erneuern“, geben sie zu bedenken. Doch zu dem Natur-Konzept, nach dem die „Pusteblume“ arbeitet, passt der Werkstoff viel besser.

Vom Wolkenrasen fährt Heiko Voigt in den Haselbacher Kindergarten, um auch dort eine Tüte mit Geschenk-Gutscheinen zu übergeben. Dann muss er wieder zurück ins Büro. Alle anderen Einrichtungen sind aber nicht vergessen. Zu ihnen bringen Steffen Hähnlein und Bettina Siebert die Geschenke-Tüten.

Auch in der „Knipsenburg“ haben sich die Erzieherinnen extra für den Kindertag etwas ganz Besonderes ausgedacht. „Einen Wunschbaum“, verrät die Leiterin Birgit Vinicky. Über ihre Mitmach-Aktion haben sie die Eltern in einen Brief informiert, konnten doch bisher nicht alle in den Kindergarten kommen. „Malt, bastelt und seid kreativ“, forderte man auf und bat darum auch aufzuschreiben, was man sich am meisten wünscht. Am Kindertag durfte dann jeder vorbeikommen und sein „Werk“ am „Wunschbaum“ am Eingang der Einrichtung aufhängen. Selbstverständlich auch weiterhin unter Einhaltung der Hygieneregeln mit Abstand und Maske. Als kleines Dankeschön gibt es für jedes Kind eine Bratwurst, die vorzüglich schmeckte. „So ein Kindertag könnte öfter sein“, wünscht sich da so mancher.

 

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