Sängerin Judith Erb, Gitarrist Markus Höbler und Mario Knackert traten erstmals als Formation „Moonline“ auf – und begeisterten in Gerthausen in der Kirche.
Bis unters Dach mit Besuchern gefüllt: die Gerthäuser Kirche, in der das Akustik-Trio „Moonline“ einfach nur begeisterte. (Foto: Jeannine Müller)
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„Einfach mal machen, es könnte ja gut werden.“ Getreu diesem Motto haben die vier Frauen des Gemeindekirchenrates Gerthausen mal wieder eine besondere Veranstaltung in der ortsansässigen Kirche geplant und die Akustik-Band „Moonline“ eingeladen. Gehört hatte man vorab nur ein paar (vielversprechende) Hörproben per WhatsApp, welche Keyboarder Mario Knackert vorab übermittelte.
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Drei Vollblutmusiker aus der Rhön, die begeisterten. Foto: Jeannine Müller
Der Empfertshäuser Musiker hatte in der Vergangenheit, mit anderen Bandformationen, schon einige Male in Gerthausen gespielt und konnte sich nun auch ein Konzert mit der neuen Formation gut vorstellen. Es sollte nicht nur der erste Auftritt in Gerthausen, sondern der erste gemeinsame Auftritt von „Moonline“ werden. Premiere sozusagen. Dementsprechend gespannt und sicher auch ein bisschen aufgeregt fand sich die Band, um Sängerin Judith Erb aus Geisa, Gitarrist Markus Höbler aus Buttlar und Mario Knackert am Freitagabend im kleinen Rhönblick-Dörfchen Gerthausen ein und waren ganz begeistert vom herzlichen Empfang.
Die Helfer erwarteten die Gäste vor der Kirche. Foto: Jeannine Müller
Auch die Organisatorinnen blickten dem Abend gespannt entgegen, da es sich schwer abschätzen ließ, mit wie vielen Besuchern man rechnen konnte. Vorbereitet hatte man sich lieber mal auf ein volles Haus und viele hungrige Gäste. Das sollte sich als gut herausstellen: Bereits eine Stunde vor Konzertbeginn fanden sich zahlreiche Gäste aus Nah und Fern auf dem Vorhof der Kirche ein. Hier hatte der Gemeindekirchenrat mit tatkräftiger Unterstützung des Feuerwehrvereins Gerthausen das schöne Wetter genutzt und sein Essen- und Getränkeangebot sowie Stehtische und Bänke zum Verweilen aufgestellt. Gestärkt mit frisch gegrillten Bratwürsten, Steaks und Getränken fanden sich dann rund 150 Besucher in der Kirche ein und füllten diese, zur großen Freude der Organisatoren und Musikern, bis unters Dach.
Lob von Pfarrer Wohlfahrt für diesen aktiven Gemeindekirchenrat. Foto: Jeannine Müller
Welch eine gelungene Veranstaltung
Mit gefühlvollen und zeitlosen Interpretationen bekannter Songs von Heinz Rudolf Kunze, Tracy Chapman, Alanis Morissette, Melissa Etheridge, Coldplay und vielen mehr holten die drei Vollblut-Musiker das Publikum von der ersten Minute ab und zauberten fast zweieinhalb Stunden eine ganz besondere Atmosphäre in die Kirche. Spätestens bei der Performance von „Nothing else matters“ von Metallica, womit anfangs sicher keiner gerechnet hatte, ging auch der letzte Gast in seiner Kirchenbank mit. Wie bereits vorab angekündigt, war es nicht nur ein Event für Kirchengänger, sondern alle Musikliebhaber. Das breit gefächerte Publikum aus dem eigenen Ort, den Nachbarorten bis hin zu Frankenheim, Völkershausen, sogar Gotha, sowie Besuchern aus Bayern und Hessen gab dem Konzept recht.
Was macht eine gelungene Veranstaltung aus? Eine gute Location, gute Entertainer, ein tolles Publikum – es ist vermutlich eine gelungene Mischung aus allen Komponenten. Aber vor allem auch der Mut, es einfach in die Hand zu nehmen und auch mal neue Wege zu gehen.
Die neue Eingangstür, frisch eingebaut. Foto: Jeannine Müller
Sei es das kirchliche Miteinander moderner zu (er)leben oder größere Bauprojekte einfach mal anzugehen. Premiere „feierten“ an diesem Abend auch die beiden neuen doppelten Eingangstüren, welche kurz vor dem Konzert von der Tischlerei Reum aus Breitungen eingebaut werden konnten.
Mit Hilfe von Spenden, Förderung und Eigenmitteln konnte nun wieder ein Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Der Gemeindekirchenrat um Nadine Dübner, Kerstin Senf, Elfi Spengler und Jeannine Müller bedankte sich herzlich bei allen Spendern und Unterstützern und übergab Pfarrer Sebastian Wohlfahrt symbolisch den neuen Schlüssel zu „seiner“ Kirche.
Sebastian Wohlfahrt ließ es sich im Gegenzug nicht nehmen, die Arbeit der vier Frauen zu würdigen und sich für das Engagement und in gewisser Weise auch deren Vorbildfunktion in der Region zu bedanken.