Am vergangenen Samstag ist es so weit: Das Denkmal von Meiningens Theaterherzog Georg II. von Sachsen-Meiningen wird mit großem Tamtam enthüllt. Zwischen dem Theatermuseum und Schloss Elisabethenburg steht es das neuste Kunstwerk von Markus Lüpertz. Was die Meininger genau von der Georg-Statue erwartet haben, ist fraglich. Doch fest steht: Das Ergebnis sorgte – vorsichtig gesagt – für einiges Erstaunen. Die Skulptur zeigt einen etwas unproportionalen Herzog Georg. Er ist in eine rot-weiße Toga gehüllt, die stark an einen Römer erinnert. Schuhe trägt er keine und an seinem rechten Knie hat er einen grünen Fleck. Mit der einen Hand hält er eine Art Schriftrolle, den anderen Arm streckt er nach vorne – eine Geste, die bei vielen für Verwunderung sorgt. Die Idee hinter dieser Art der Darstellung erkennt wohl kaum jemand.