Geocacher im Einsatz Bäume müssen raus aus dem Bett

Um den Durchfluss der Lauter auch bei Hochwasser zu gewährleisten, haben sich die Geocacher am Sonntag ins Nasse gewagt. Zwischen dem Neuen Rathaus und dem Waffenmuseum fällten die Bäume und sammelten Müll.

Die kleinen Bäumchen, die sich durch das Mauerwerk pressen, haben sich keinen besonders guten Ort zum Wachsen ausgesucht. Denn um den Durchfluss der Lauter auch bei Hochwasser zu gewährleisten, wurde am Sonntag alles gefällt und abgeschnitten, was im Weg stand. Erik Bartholome, Leiter im Amt für Prozessmanagement in der Suhler Stadtverwaltung, hatte dazu aufgerufen. Jedes Jahr folgen dieser Bitte etliche Geocacher, also moderne Schatzsucher, die mittels GPS-Daten Verstecke mit Logbüchern ausfindig machen.

Auch diesmal versammelten sich 35 Helfer am Neuen Rathaus. Bis nach Rudolstadt und in Richtung Franken war die Kunde vom Suhler Arbeitseinsatz gedrungen. Auch Gäste aus Bielefeld schlossen sich dem Tross spontan an, sagt Erik Bartholome erfreut über den großen Zuspruch. Sofort ging’s hinein in den Fluss. „Zum Glück ist der Wasserstand derzeit sehr gering, sodass Gummistiefel gereicht haben“, blickt der Organisator zurück.

Mit Säge und Astschere schnitten die Helfer die großen und kleinen Bäume sowie etliche Büsche weg. Zweieinhalb Stunden entstrüppten sie den Flusslauf. Mit Stirnlampen auf dem Kopf ging’s auch die durch unterirdischen Tunnel bis zum nächsten offenen Flussabschnitt. Einiges an Müll konnte dabei zusammengetragen werden, darunter etliche Flaschen oder Metall. Vor allem im Bereich des Suhler Buchhauses, wo Steine und Terrassen eingelassen sind in den Lauf der Lauter, hätten sich allerhand Plastikverpackungen angestaut, schildert Erik Bartholome.

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