Gemeinderatsbeschluss Angelroda wird „Tempo-30-Zone“

Karl-Heinz Veit

Der Martinrodaer Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, den Ortsteil Angelroda zur „Tempo 30-Zone“ zu erklären.

Auf allen Straßen Angelrodas gilt jetzt Tempo 30. Foto: Karl-Heinz Veit

Angelroda - Zu Zeiten, als Udo Lämmer als Bürgermeister in Angelroda das Sagen hatte, verwies am Dorfeingang ein Verkehrsschild mit Text darauf hin, dass im gesamten Ort „Tempo 30“ gilt. Diese willkürliche Beschilderung entsprach seinerzeit weder der Norm, noch der Gesetzlichkeit. Hingegen bleib die Forderung der Bürgerschaft nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung in der Ortslage nach dem Wegräumen des Schildes bestehen. Nun wird nach Diskussion und Beschlussfassung rechtlich korrekt der gesamte Ort als „Tempo 30 Zone“ ausgeschildert. 13 neue Verkehrsschilder liegen bereit. Sobald es die Wetterlage zulässt, werden sie von Bauhofmitarbeitern aufgestellt und sind dann gültig. „Autofahrer werden Anpassungsschwierigkeiten mit der neuen Verkehrslage haben, weil die einstige Vorfahrtsregelung auf der Hauptstraße wegfällt und dann für alle Straßen rechts vor links gilt“, erläuterte Bürgermeister Günther Hedwig die Problemlage in der Gemeinderatssitzung.

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Im eigentlichen Sinne ist es für den Ortsteil Angelroda kein Forstwirtschaftsplan, über den die Gemeinderäte abstimmten, sondern ein Nullsummenspiel. Einnahmen aus dem gewerblichen Holzverkauf sind nicht zu erwarten, weil dieser auf Grund miserabler Holzpreise wegen Überangebots nicht stattfinden wird.

Einnahmen generiert die Gemeinde durch ihre gemeindeeigenen Mietwohnungen. „Wenn wir die Wohnungen nicht hätten, wären wir dieses Jahr pleite. Die Mieteinnahmen stabilisieren den Haushalt in kritischen Zeiten“, stellte VG-Chef Frank Geißler im Gemeinderat fest. Für den Erhalt der Wohnungssubstanz, notwendige Modernisierungen und Reparaturleistungen werden auch im laufenden Haushaltsjahr Finanzmittel bereitgestellt.

24-Stunden-Verkaufsstelle in Martinroda

Wenn alles gut und planmäßig läuft, können die Martinrodaer noch in diesem Jahr in einer, „24-Stunden-Selbstbedienungsverkaufsstelle“ im ehemaligen Pavillon einkaufen. Die Zugangsberechtigung zum Objekt erfolgt, genau wie die Bezahlung der erworbenen Waren, über die normale Geldkarte der Sparkasse oder anderer Kreditinstitute. Diese neue und andernorts bereits bewährte Einkaufsmöglichkeit passe in das „Projekt für die Zukunft des ländlichen Raumes“, genau wie der gut angenommene „Wurstautomat“ im Pavillon, erklärte Bürgermeister Günther Hedwig.

Ab Mai ist die Gaststätte „Veronikaberg“ nach der Sanierung und Modernisierung zur Wiedereröffnung bereit. Damit kommt auch wieder Pachtgeld in die Gemeindekasse. Bürgermeister Hedwig sparte nicht mit Lob für den Gastwirt als Pächter, der eigene Investitionen zur Anschaffung von Mobiliar und Küchentechnik tätigte. Er sei von der Dauerhaftigkeit des Engagements des Wirtsehepaares überzeugt, sagte der Bürgermeister.