Gelebte Partnerschaft Kuckucke führen Göppinger Umzug an

Cathrin Nicolai

Der Sonneberger Faschingsverein macht nicht nur heimische Gefilde unsicher, sondern begeistert auch in anderen Regionen die Narren. So auch kürzlich in der Sonneberger Partnerstadt.

Die Mitglieder des Sonneberger Faschingsvereins freuen sich, dass vor dem Göppinger Rathaus auch die Sonneberger Fahne gehisst ist. Foto: Privat

Bis zu den heißen Tagen der Faschingssaison ist zwar noch etwas Zeit, aber wer meint, dass die „Kuckucke“ bis dahin Ruhe halten, der irrt. Mit der Vorbereitung ihrer großen Sitzung haben sie derzeit noch alle Hände voll zu tun, sind die einzelnen Gruppen voll im Proben. Daneben gilt es, noch die ein oder andere Einladung wahrzunehmen, denn sehen und hören wollen die Kuckucke nicht nur die Sonneberger Närrinnen und Narren. Auch in Sonnebergs Partnerstadt ist das lustige Federvieh beliebt und so flatterte auch eine Einladung der „1. Narrenzunft Göppingen“ ins Kuckucks-Haus. Sie wollten die Sonneberger beim 13. Nachtnarrensprung dabei haben. Alljährlich, das wissen nicht nur sie, findet der Nachtnarrensprung in der Innenstadt viele Anhänger, die mit ihren teils sehr kostspieligen und aufwendigen Masken und Kostümen einen starken Umzug gestalten. „Ist doch klasse, wenn wir uns in den einreihen können“, steht für die Kuckucke schnell fest und so macht sich kürzlich eine Delegation auf nach Göppingen.

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Schon bei der Anreise sind sie überrascht. „Überall hingen Plakate, die auf den Fasching in Göppingen aufmerksam machen“, erzählt Kuckucks-Präsident Sascha Reichenbacher. Toll finden sie auch, dass vor dem Rathaus neben der einheimischen auch eine Sonneberger Fahne gehisst wurde. Das muss unbedingt im Bild festgehalten werden und schnell hat sich die Delegation vor dem Rathaus positioniert. Einig sind sich alle, dass am 11. Februar – wenn die Göppinger nach Sonneberg kommen – auch die Göppinger Fahne wehen muss.

Jetzt aber schnell zum Hotel. Hier wartet auf das diesjährige Prinzenpaar, Prinzessin Katja I. und Prinz Jonas der I., Präsident Sascha Reichenbacher, Vize Titus Schmidt und alle anderen schon die nächste Überraschung. Guggenmusik vom Feinsten wird aufgespielt und begleitet die Gäste zum ersten Treffen.

„Der gemeinsame Abend ist ein echter Freundschaftsabend, der in einem urigen Lokal startete, gestaltete sich zu einem echten Highlight“, erzählt Doris Motschmann. Mit dabei ist neben den Faschingsleuten auch der Oberbürgermeister der Stadt Göppingen Alexander Meyer, der gern mit gefeiert und eine Kostprobe seines musikalischen Könnens zum besten gibt.

Am nächsten Tag werden alle teilnehmenden Gruppen offiziell empfangen. Dabei wird den Sonnebergern eine besondere Ehre zuteil, darf Sascha Reichenbacher eine extra gestaltete Erinnerungstafel feierlich entgegennehmen. Im Gegenzug überreicht Doris Motschmann als Stadträtin in Anwesenheit des Oberbürgermeisters sowie Bundestags- und Landtagsabgeordneten ein Grußschreiben des Sonneberger Bürgermeisters Heiko Voigt. Außerdem dürfen sich die Göppinger über ein kulinarisches Gastgeschenk von den Kuckucken freuen.

Nach vielen, netten persönlichen Gesprächen stellen sich die einzelnen Gruppen ab 16 Uhr zum Umzug auf. Und das sind nicht wenige, gestalten 120 Gruppen mit rund 3000 Teilnehmern einen farbenprächtigen stundenlangen Umzug, den Daniel Paasch, Präsident des Narrenverbund Neckar Fils Region e. V. und Vorsitzender der 1. Narrenzunft Göppingen e.V.) bestens vorbereitet hat. Die Sonneberger dürfen den Zug anführen und immer wieder erschallt ihr Schlachtruf „Kuckuck Helau“.

„Wir möchten wir uns auf diesem Weg bei den Göppinger Narren, allen voran Daniel Paasch und seinen Mitgliedern und dem Oberbürgermeister für unsere Würdigung bedanken“, schicken sie Kuckucke ein großes Lob in die Partnerstadt. Ein Dankeschön geht aber auch ans Rathaus Sonneberg, den Kulturausschuss und den Bürgermeister für die finanziellen Hilfe.