Geld für Artenschutz Freistaat fördert blühendes Neuhäuser Vorhaben

Madlen Pfeifer
Nicht nur auf den Bergwiesen rings um Neuhaus soll es künftig blühen, sondern auch im Stadtgebiet selbst. Foto: Andreas Beer/Andreas Beer

Die Stadt Neuhaus am Rennweg ist einer von 21 Gewinnern des thüringenweiten Wettbewerbs „Mehr Natur in Dorf und Stadt“.

Mit dem Projekt „Neuhaus blüht auf“ hat sich die Stadt heuer an dem thüringenweiten Wettbewerb zur Förderung der Insektenvielfalt in den Kommunen beworben. Seit Montag, 8. August, steht fest, dass sich 21 Gemeinden im Freistaat über mehr als 400000 Euro freuen und ihre Ideen für mehr Natur- und Insektenschutz umsetzen können. 38 Kommunen hatten sich an der diesjährigen Aktion des Thüringer Umweltministeriums beteiligt.

Die Stadt Neuhaus hatte fristgerecht bis zum 25. April ihren Antrag inklusive Vorhabenbeschreibung eingereicht, in der es heißt, dass mehrere Maßnahmen in Planung seien, „um im gesamten Stadtgebiet einen besseren Raum für die ökologische Vielfalt zu schaffen“. So ist etwa die Rede davon, Blühstreifen in verschiedenen Formen an markanten Stellen im Stadtgebiet anlegen zu wollen ebenso wie zusätzliche Staudenbeete mit Nektarpflanzen. Schmetterlingsflieder und Tausendblütensträucher sollen gepflanzt und ein „Sonnengarten“ – Begrünung von Dachflächen und Wänden – gestaltet werden. Der Bau von Wildbienenhotels steht ebenso auf der Liste wie die Renaturierung von versiegelten Flächen.

Mit dem Projekt verknüpft die Stadt Neuhaus gleichermaßen die Chance, das Gemeinschaftsgefühl und die Identifizierung mit der Heimatstadt zu vertiefen. Demnach sei beispielsweise geplant, die Begrüßung der Neugeborenen, die bislang im Rathaussaal stattgefunden hat, künftig auf einer städtischen Grünfläche abzuhalten. Diese soll zu einem Ort der Begegnung werden. Für jedes Neugeborene wolle man dort einen Apfelbaum oder eine Edelkastanie pflanzen. Eine weitere Möglichkeit, das Bewusstsein für die Natur und das für die Gemeinschaft zu stärken, sieht die Stadt etwa darin, Kooperationen zwischen Schulen und Kindergärten auch unter Einbindung von Pflegeheimen zu fördern und zu schaffen.

Bereits 2021 hatte die Stadt einen Antrag beim Umweltministerium gestellt, der jedoch keine Berücksichtigung fand. Gefördert werden heuer im Zeitraum von 2022 und 2023 Vorhaben mit einem Fördervolumen von mindestens 7500 Euro. Eine Bezuschussung mit bis zu 25000 Euro ist möglich.

 

Bilder