Gelbe Karte Fußballplatz soll kein Müllplatz werden

Thomas Heigl
Trainerecke, Müllecke. Foto: Privat/Privat

Nach mehreren Vorkommnissen rund um den Sportplatz Floh zeigt der Fußballverein FSV Floh-Seligenthal die gelbe Karte. Rot soll nur dann gezückt werden, wenn all gut gemeinte Appelle nicht fruchten.

Floh-Seligenthal - Danny Stadler sagt klare Worte: „Wir appellieren an die Jugendlichen, die sich im Umfeld unseres Platzes in Floh aufhalten, nicht zu übermütig zu sein und vor lauter Jux und Tollerei Schaden anzurichten“, betonte der FSV-Nachwuchsleiter im Gespräch mit der Redaktion. „Ich verstehe ja die jungen Leute, die Zeiten sind schwierig. Wir haben früher ja selbst Schabernack getrieben. Aber das geht zu weit.“

Dass sich der Coach an die Öffentlichkeit wendet und verbal dazwischen grätscht, hängt mit Vandalismus, Rowdytum und anderen Delikten zusammen, die sich zuletzt gehäuft haben.

Da die Coronapandemie die Regeln des öffentlichen Lebens neu geschrieben hat, verläuft der Alltag für die jungen Leute nicht mehr so, wie das einmal war.

Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen sind komplizierter geworden. „Wahrscheinlich ist der Fußballplatz deshalb als Treffplatz stärker gefragt“, so Stadler. Das gehe grundsätzlich in Ordnung. Doch leider werde der Sportplatz zunehmend zum Müllplatz. Immer wieder müssten Fußballfreunde Unrat aufsammeln. Doch noch schwerwiegender ist: Die Besucher bewegen sich im Bereich dessen, was man Strafraum nenen kann.

„Es ist versucht worden, Türen des Fußballheimes anzuzünden“, berichtet der Nachwuchsleiter. Anwohner hätten versucht, das Treiben zu unterbinden und die Jugendlichen angesprochen. Daraufhin sei es zu Pöbeleien gekommen.

Das alles sei sehr ärgerlich. Der Fußballplatz solle ein öffentlicher Platz bleiben, nur für eine geschlossene Gesellschaft da sein. Der Verein wolle sehr ungern eine Platzsperre für die Allgemeinheit verhängen und das Gelände umfrieden. So wie beim nicht zugänglichen Kunstrasenplatz in Seligenthal. Stadler legt den Ball auf den Elfmeterpunkt: „Ich bitte auch die Eltern und anderen Familienangehörigen, mäßigend einzuwirken.“

 

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