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Wie lange im voraus ist es absehbar, dass ein Tornado im Anmarsch ist?
Wo genau ein Tornado entsteht, lässt sich kaum vorhersehen oder vorhersagen. Ob und wo ein Tornado entstehe, könne man auf dem Wetterradar oder mit Wettersatelliten nicht erkennen, sagt Andreas Friedrich. Die Vorlaufzeit betrage in der Regel zwischen fünf und 45 Minuten. „Am vergangenen Freitag wussten wir erst wenige Minuten vorher, dass sich ein Tornado in Richtung Paderborn bewegt“, sagt Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst. „Ein Nutzer hat über die Warn-Wetter-App eine Meldung abgesetzt, wir konnten dann noch eine entsprechende Warnung rausgeben.“
Was sollte man tun, wenn ein Tornado auftritt und näher kommt?
Anders als bei einem Gewitter sollte man in diesem Falle keinen Schutz im Auto suchen. „Am besten, Sie gehen schnurstracks in den Keller“, rät Andreas Friedrich. Habe ein Gebäude keinen Keller, könne man Schutz im Erdgeschoss und möglichst weit im Inneren des Gebäudes suchen. Auf der Straße zu bleiben ist nicht empfehlenswert: „Umherwirbelnde Trümmerteile sind eine tödliche Gefahr“, so Friedrich. Wer den Wolkenrüssel sehen könne, könne dem Tornado auch noch ausweichen, in dem man quer zur Zugrichtung gehe. Der Durchmesser eines Tornados ist nicht sehr groß, die Schneise der Verwüstung meist einige Hundert Meter breit. Wer nicht ausweichen könne, sollte sich im Freien – abseits von Siedlungen und Bäumen – in einer Mulde flach auf den Boden legen, mit dem Gesicht nach unten.