Suhl - Am bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus fanden sich auch in Suhl Kommunalpolitiker, Mitglieder des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BdA), Vertreter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, gegen Rechtsextremismus und Bürger zusammen, um an die sechs Millionen ermordeten jüdischen Männer, Frauen und Kinder, die ermordeten Sinti und Roma sowie weiteren Opfer der Nazi-Diktatur zu erinnern. „Eigentlich müssen wir nicht nur an besonderen Gedenktagen an jene Menschen erinnern, sondern an jedem Tag des Jahres“, sagte Oberbürgermeister André Knapp an die coronabedingt vor der Tür des Alten Rathauses zusammengekommenen rund 40 Menschen gewandt, in dessen Foyer an der Gedenktafel 66 Namen der in der NS-Zeit ermordeten Suhler Bürger stehen. Es sei wichtiger denn je, daran zu erinnern, was der Holocaust bedeutet habe – dass damals niemand in Deutschland und den besetzten Gebieten seines Lebens sicher sein konnte, der nicht mit der herrschenden Ideologie übereinstimmte. „Einer Ideologie, die es erlaubte, Menschen anderen Glaubens zu ermorden – und zwar millionenfach.“