Den Felsen hat ihre Mutter Susi Dahlmeier ausgesucht, er ist aus dem Ferchenbach unweit der berühmten Partnachklamm. Die Mutter hat auch die Tafel gestaltet.
"Ich empfinde es als große Ehre, dass die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen den Park jetzt praktisch der Laura widmet. Das ist eine unheimlich schöne Geste", sagt sie. "Es gibt ja keinen Friedhof, wo man hingehen kann. Sie hat einfach so viele Menschen bewegt und begeistert. Wir haben gemerkt, dass es ganz wichtig ist für die Menschen, dass es einen Ort gibt, wo sie Abschied nehmen können, wo sie vielleicht noch mal sich erinnern an die besonderen Erlebnisse, die sie mit ihr hatten."
Vater Andreas Dahlmeier sieht den Park auch als Begegnungsstätte. "So wird die Laura in Zukunft in Erinnerung bleiben."
Die Eltern haben Frieden damit geschlossen, dass die Tochter in den Bergen fernab der Heimat geblieben ist - und ihr Leichnam nicht heimgeholt werden konnte. "Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie", sagt die Mutter. "Wenn sie geborgen oder gefunden worden wäre, dann hätte ich das auch akzeptiert. Aber für mich ist es auch ganz fein, dass sie da dort ihre Ruhestätte einfach hat."
"Leise Erinnerung im Alltag"
Eine offizielle öffentliche Gedenkveranstaltung hatte es bisher auf Wunsch der Familie nicht gegeben, nur eine Trauerfeier im geschlossenen Kreis.
Zugleich machte man sich in Garmisch-Partenkirchen Gedanken, an welchem Ort ein würdiges Erinnern geschaffen werden könnte. "Ein Stadion wäre naheliegend gewesen. Eine Sportstätte vielleicht logisch", sagte die Bürgermeisterin Elisabeth Koch. Dahlmeier sei aber nie nur Sportlerin gewesen. Sie sei am liebsten draußen und in Bewegung gewesen - und vor allen Dingen auch am Berg. "Sie hat die Weite gesucht und die Ruhe – sicher nicht die Bühne." So sei der Park kein Ort des Wettbewerbs, sondern eine "leise Erinnerung im Alltag".