Gewerbe-Mahnwache in Neuhaus Es muss ein Leben mit und nach Corona geben

„Wir bleiben dran“, versprachen am Samstag die Organisatoren der zweiten Mahnwache der Gewerbetreibenden in Neuhaus am Rennweg.

Neuhaus - Mit leeren Einkaufskörben als Symbol für Null Umsatz und die weiterhin andauernde Schließung ihrer Geschäfte und Einrichtungen unterstrichen 41 Teilnehmer aus Neuhaus und Umgebung ihre Forderungen nach konkreten Perspektiven und zuverlässigen Rahmenbedingungen für die Ausübung ihrer Gewerbe. Eine entsprechende Petition übergaben sie an den CDU-Landtagsabgeordneten Henry Worm zur Weiterleitung nach Erfurt.

Die Petition der Händler im Wortlaut:

Wir, die Gewerbetreibenden speziell in Handel, Gastronomie und Beherbergung, aber auch alle Partnerfirmen, die mit uns zusammenarbeiten, befürchten, dass „nach der Pandemie“ in der Rennsteig-Region keine Firmen mehr übrig sein werden, die außer der einzigartigen Natur, Einheimischen und Gästen aus Nah und Fern ein attraktives Angebot machen können.
Der Charakter des Thüringer Waldes wird dann „nur“ von der durchaus  wichtigen Industrie, die vielen Menschen gute Arbeit bietet, und den Filialen großer Unternehmen geprägt sein und damit seinen einzigartigen Charme und einiges an Lebensqualität verlieren.
Ebenso werden die Erfolgsgeschichten vieler Thüringer Unternehmer enden, die mit Zuversicht und Elan ideenreich in die Selbstständigkeit nach der Wende starteten.

Wir mahnen die Politiker aller Parteien,

  • nehmt Eure Verantwortung wahr
  • schafft konkrete Perspektiven
  • ermöglicht es uns, unsere Gewerbe selbstbestimmt auszuüben und
  • schafft zügig verlässliche Rahmenbedingungen, damit wir auch während der Pandemie gemeinsam leben und arbeiten können, ohne die Leben und die Gesundheit von Mitarbeitern, Kunden und Gästen zu gefährden. 

Es muss jetzt ein MIT Corona geben, damit es NACH Corona weitergeht.

 

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