Future.Gram voraus Eine Halle voller Berufsorientierung

Im November treffen 50 Unternehmen auf 700 potenzielle Azubis. Warum ein Zufall dazu führte und es eine Win-Win-Situation ist, wissen die Initiatoren.

Die Berufsorientierungsmesse FutureGram hatte 2023 in Hildburghausen Premiere. Jetzt gibt es eine Wiederholung– mit neuen Impulsen und Optimierungen.Archivfoto: Bastian Frank Foto:  

Wenn eine Turnhalle zur Messehalle wird, wenn Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Landkreis Hildburghausen ihr eigenes Curry-Gewürz entwerfen dürfen, wenn man sieht, wie eine Tageszeitung entsteht oder man mit dem künftigen Chef gemeinsam mit dem Lötkolben werkelt, dann ist Future.Gram. Seit 2023 hat der Landkreis Hildburghausen wieder eine eigene Ausbildungsmesse. Dafür kooperiert er mit der Suhler Verlagsgesellschaft, die Ideengeber dieser Plattform ist und das Konzept an verschiedenen Standorten in Bayern und Thüringen erfolgreich lebt.

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Perfektes Timing

Zu gut erinnert sich Robin Fleck, verantwortlich für die Wirtschaftsförderung im Landkreis Hildburghausen, wie es zu diesem Erfolgsformat kam: „Wir hatten vor einiger Zeit den Gedanken, in unserer Region wieder eine Ausbildungsmesse anzustreben, nachdem die der IHK nur noch in Suhl stattfindet. Während unserer Ideenfindung kam Heike Dreischarf-Holz vom Suhler Verlag auf uns zu und informierte uns, dass es Pläne gibt, ein über den Verlag ausgerolltes Messekonzept in Hildburghausen zu testen. Das passte natürlich ganz wunderbar. Wir konnten sofort weitere Partner wie die Berufsschule in Hildburghausen mit ihrer Turnhalle und zentraler Lage gewinnen. Es ist eine absolute Win-Win-Situation für alle Beteiligten und der Erfolg der Premiere 2023 hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Robin Fleck weiß ebenfalls um die Bedeutung der Messe für regionale Unternehmen. Sie kommen hier direkt mit potenziellen Azubis zusammen. „Wir schaffen niederschwelligen Messezugang. Denn wir sorgen mit unserem ÖPNV für den Schülertransport und organisieren mit nahezu allen Schulen aus dem Landkreis Messebesuche. Transport und Messezutritt sind kostenlos. Das Angebot, Arbeitgeber mit künftigen Fachkräften zu vernetzen, ist also für alle Nutzer bequem. Dass es den Unternehmen zusagt, zeigt unter anderem, dass manche direkt am letzten Messetag 2023 bereits für 2024 wieder einen Stand gebucht haben“, informiert Robin Fleck, der begeistert ist von der Resonanz auf diese unikate Messe in der Kreisstadt.

Stolz und glücklich über das funktionierende Format ist ebenfalls Sabrina Köhler, Projektleiterin bei der Suhler Verlagsgesellschaft und verantwortlich für die FutureGram in Hildburghausen. Sie weiß noch genau, wie es sich angefühlt hat kurz vor Messebeginn 2023: „Ich war natürlich nervös und hatte Angst, dass etwas schief gehen könnte. Als dann jedoch kurz nach Messestart die ersten positiven Feedbacks kamen, war das super und ich wusste, dass sich all die Arbeit gelohnt hat und wir hier einen außergewöhnlichen Mehrwert für die Region schaffen. Landläufig denken die Menschen ja, ein Verlag kann nur Zeitung. Aber wir generieren eine ganze Menge mehr. Daraus resultiert natürlich wiederum eine Berufsvielfalt im Verlag. Wir sind auch selbst auf der Messe mit Ausbildungsstellen und unserem breiten Portfolio präsent und zeigen, was wir können und wofür wir engagierte Nachwuchskräfte brauchen“, erzählt die Event-Expertin, die natürlich zur Future.Gram am Start sein wird – genau wie ihre Kollegen aus der Personalabteilung, Medienkaufleute, Redaktionsvolontäre, Redakteure. „Wir werden am ersten Messetag sogar live von unserem Messestand aus eine Zeitungsseite für Freies Wort produzieren. So können die Besucher sehen, wie es hinter den Kulissen bei uns aussieht“, sagt Sabrina Köhler.

Kleine Optimierungen

Sie hat nach intensiver Auswertung der Future.Gram 2023 entsprechende Anpassungen für 2024 vorgenommen. „Beispielsweise werden wir dieses Mal für die Aussteller keinen Messeabend organisieren, sondern ein Ausstellerfrühstück. Dabei unterstützt uns der Hildburghäuser Gastronom Tripi Hoda und durch all diese Vernetzungen und Kooperationen wird sichtbar, dass die Messe eine Plattform ist, um Unternehmen aus der Region zusammenzubringen und sie zu unterstützen“, fügt sie hinzu.

Als Mehrwert und Alleinstellungsmerkmal der Future.Gram benennt Sabrina Köhler auch die Möglichkeit, dass Unternehmer und Besucher bereits im Vorfeld der Messe Terminvereinbarungen für die Messe treffen können. Buchungen sind über die Website von FutureGram möglich. Eröffnet wird die Future.Gram 2024 gemeinsam von Hildburghausens Landrat Sven Gregor, Berufsschulleiterin Ina Koch, Verlagsgeschäftsführer Andreas Heinkel und Verlagsleiter Pierre Döring.

Wie bereits zur Premiere werden rund 50 Aussteller vor Ort sein. Einige Schulen integrieren den Messebesuch in Berufsorientierungswochen. Teilnehmerstärkste Schule ist das Gymnasium in Hildburghausen mit jeweils vier zehnten und elften Klassen.

Fakten zur Messe

Erfunden
 wurde die FutureGram vom Marketingexperten Oliver Altendorf, der für den organisierenden Verlag arbeitet.

Das Format
 läuft seit Jahren in Bindlach, Auerbach, Bad Staffelstein und seit 2024 in Hildburghausen.

Der Name
FutureGram leitet sich aus dem englischen Wort für Zukunft und der Endung von Instagram ab.

In Hildburghausen
findet die Messe 2024 am 21. und 22. November in der Turnhalle der Berufsschule statt. Die Messe ist am 21. November von 9 bis 15.30 Uhr und am 22. November von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Der Eintritt
ist frei. Alle Interessierten sind willkommen. In Kürze startet eine groß anlegte – multimediale – Werbekampagne für die Messe.