Erst Gewitter, dann wirbelt Wunder-Teenager Mora
Mexiko ließ sich weder von der einstündigen Verspätung nach einem schweren Gewitter aus dem Konzept bringen, noch von der einmal mehr gewaltigen Atmosphäre im ausverkauften Aztekenstadion mit 80.824 Zuschauern zu sehr antreiben.
Gilberto Mora, Mexikos 17 Jahre alter Wunder-Teenager, wirbelte. Die Mannschaft spielte sich Chancen heraus, kontrollierte den Ball und ließ Ecuador, das durch ein 2:1 im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland gerade noch den Sprung in die K.-o.-Runde geschafft hatte, fast keine Chance. In der zweiten Halbzeit bewiesen die Mexikaner, die bei dieser WM in bisher vier Spielen kein Gegentor kassiert haben, auch Verwalter-Qualitäten.
Als dann der Abpfiff ertönte, wollten die Spieler gar nicht vom Platz. Sie genossen jeden Schritt ihrer Ehrenrunde. "Wir sind bereit für alles, was wir uns vornehmen", sagte Mittelfeldspieler Erik Lira.
"Diese Erfahrung, die ich seit etwa einem Monat mache, werde ich für den Rest meines Lebens in Erinnerung behalten. Das hätte ich mir nie träumen lassen", betonte der Profi von CD Cruz Azul und machte auch noch den Fans eine Liebeserklärung: "Wir profitieren ziemlich stark von unserem Heimvorteil: Man steht auf dem Platz, schaut nach draußen und sieht bedingungslose Unterstützung. Das liebe ich." Gegen England wird er es wieder von vollen Zügen genießen können.