Schon bei der WM 2022 in Katar bekam keine andere Mannschaften so viele Elfmeter zugesprochen wie der Weltmeister (fünf), der aber natürlich auch mit die meisten Spiele absolvierte. Bei der WM in diesem Jahr führt Argentinien die Statistik erneut an. Bis zum Viertelfinale wurden drei Elfmeter für sie gepfiffen. Messi verschoss allerdings zwei von ihnen (gegen Österreich und Ägypten).
Welche Rolle spielt FIFA-Präsident Gianni Infantino?
Gianni Infantino wird Befangenheit unterstellt. Angeblich sei der umstrittene Schweizer großer Unterstützer von Messi und wolle unbedingt, dass der Superstar lange im Turnier bleibt - und am besten wieder triumphiert. Öffentliche Lobreden auf den 39-Jährigen wie beim lateinamerikanischen Sender DSports dienen manchen als vermeintlicher Beleg. Dort hatte Infantino nach dem 3:2-Kraftakt im Sechzehntelfinale gegen den krassen Außenseiter Kap Verde in einem eigentlich schon beendeten Interview ganz Argentinien noch "eine herzliche Umarmung" und "herzliche Glückwünsche" geschickt. Zuvor hatte er geschwärmt: "Messi spielt außergewöhnlich. Aber wir kennen ihn: Er ist ein Star und es macht uns immer Freude, ihm zuzusehen."
War die Beziehung zwischen Infantino und Messi vorher auffällig?
Nein. Aber immer wieder wird auch die Club-WM im vergangenen Jahr herangezogen. Dass Messi mit Inter Miami teilnehmen konnte, war vorher nicht unbedingt zu erwarten. Es gab eine kleine Verzögerung, bevor feststand, welches Team aus dem Gastgeberland USA teilnehmen würde. Messis Club aus Florida erhielt den Vorzug vor Meister Los Angeles Galaxy. Welchen Anteil Infantino an dieser überraschenden Entscheidung hatte, blieb jedoch unklar.