FIFA-Boss in der Karibik
Infantino ist seit 2016 FIFA-Präsident. Bis zu den heftigen Reaktionen auf seine Vorschläge schien seine Wiederwahl im kommenden Jahr in Marokko ohne Gegenkandidaten reine Formsache zu sein. Trotz der Selbstinszenierung neben US-Präsident Donald Trump bei der WM im Sommer. Neben zahlreichen Verbänden, die sich gegen Infantino gestellt haben, hat der Schweizer weltweit aber auch noch viele Unterstützer. Rückenwind verspüre er in der Dominikanischen Republik.
"Unsere Aufgabe, unser Job ist es, den Fußball in jedem Winkel der Welt wachsen zu lassen. Wir wollen den Fußball in jedem unserer 211 Länder der Welt weiterentwickeln. Manche wollen und brauchen leider nicht, dass andere wachsen, aber wir müssen diese Kluft zwischen den ganz großen Ländern und allen anderen verringern", sagte er nach einem Treffen mit Vertretern der Caribbean Football Union (CFU). Eine Breitseite gegen die mächtigen Europäer.
Doch verprellen darf der Schweizer niemanden. "Die Großen leisten hervorragende Arbeit, und wir loben und beglückwünschen sie dazu, und natürlich sollten sie auch weiterhin wachsen. Aber wir müssen allen anderen eine Chance geben. Wir müssen Investitionen für alle anderen finden - Chancen für alle anderen", sagte der 56-Jährige. Vor allem geht es für ihn aber gerade um seine eigenen Chancen zur Wiederwahl.