Fußball Thüringenliga Auf dem Ausweichplatz endlich zum Dreier

Frank Morgenstern
Mit Kampfgeist kommt die SpVgg Geratal (links) zum Heimsieg. Foto: Pavel Chatterjee

Mit dem 1:0 Sieg gegen BSV Eintracht Sondershausen gelingen den Gerataler Thüringenliga-Fußballern drei ganz wichtige Punkte. Gewonnen wird vor allem mit Kampfgeist und Einsatz.

Geschwenda - Obwohl Geratals Erste lieber in ihrem „Wohnzimmer“ in Geraberg spielt, gelang auf dem Geschwendaer Ausweichplatz, „Kickelhähnchen“ – man hatte aufgrund des Brandes im Sportlerheim dorthin ausweichen müssen – ein verdienter Dreier. Die Hausherren waren personell nicht besonders besetzt. Im Tor stand der dritte Torwart Dörfler und unter viel Beifall kam sogar Co-Trainer Wollenschläger zum Einsatz.

Gleich zu Beginn ein ungestümer Angriff der Hausherren, dessen Abschlüsse zweimal geklärt werden konnten und mit einer Abseitsstellung des Angreifers endeten (8.). Zachert, an diesem Tag nicht von Glück begünstigt, erhielt dann eine Chance, doch sein Schuss war zu schwach, um Torwart Rusek zu überwinden (11.). Auch eine weitere Möglichkeit nach super Zuspiel vereitelte Rusek (21.).

Geratal bestimmte das Spiel, doch ein Tor wollte nicht gelingen. Der Ball lief schön über vier Stationen, Weidlichs Torschuss ging aber über die Latte (23.). Der wieder überzeugende Rechtsverteidiger Glatz führte den Ball über 50 Meter und konnte von mehreren Sondershäusern nicht gestoppt werden, ehe er an der letzten Station doch hängen blieb (25.).

Der erste Torschuss des BSV lag weit vom Ziel entfernt (27.). Näher dran war da schon auf der Gegenseite Braunschweig mit seinem Freistoß aus circa 22 Metern, doch auch er verfehlte den Kasten knapp (32.). Als Sennewald der Ball mehr durch Zufall auf den Fuß fiel, konnte auch der diese Riesenchance nicht verwandeln (34.). So blieb es bis zum Halbzeitpfiff torlos.

Die Gäste hatten sich für die restlichen 45 Minuten doch einiges vorgenommen und rissen das Spiel an sich. So konnte Geratal kontern. Zachert lief über links fast bis zur Grundlinie und schloss neben den Kasten ab, übersah dabei aber seine zwei frei stehenden Mitspieler in der Mitte (50.). Ab der 60. Minute übernahmen die Gäste die Hoheit im Mittelfeld, ohne aber zwingende Chancen herauszuspielen.

Linse mit dem Kopf

Alle Gerataler Spieler beteiligten sich am Abwehren der gegnerischen Angriffe. Hauptsache, den Ball aus der Gefahrenzone herausbringen, war nun die Devise. Daraus ergab sich eine spielentscheidende Situation: Als sich der Sondershäuser Torwart und ein Verteidiger gegenseitig behinderten, war Sennewald frei, doch sein Torschuss wurde noch zur Ecke abgefälscht. Diese brachte Braunschweig herein und der beste Spieler auf dem Platz, Linse, war mit dem Kopf zum Gerataler 1:0 zur Stelle (72.).

Die Gästebemühungen waren weiterhin nicht zwingend, während sich für Geratal noch Möglichkeiten ergaben. Bischofs langer Abwehrschlag gelangte zu Zachert, der in den Strafraum eindrang, zu Heyer ablegte, doch dieser verzog (76.). Nach einem Einwurf versuchte sich gegenüber der bullige Haspra mit einem Drehschuss, der jedoch am Pfosten vorbei ging (78.).

Kurz vor dem Abpfiff wollten die Gerataler Zuschauer nicht glauben, dass Schiedsrichter Drobe, der das Spiel an der langen Leine leitete, ein Gerataler Tor wegen Foulspiel des gegnerischen Torwartes nicht gab. Die Folge, Gelbe Karte für Rusek und Elfmeter, welchen der gefoulte Zachert schwach in die Arme von Rusek, der die Ecke ahnte, schoss (89.). Jetzt hielt es Rusek nicht mehr im Tor, zumal Sondershausen ungestüm in den vier Minuten Nachspielzeit das Gerataler Tor berannte, doch auch er konnte den Bock nicht mehr umstoßen. Alles in allem ein durch Kampfgeist und Einsatz gewonnenes Spiel der SpVgg.

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