Fußball Stadionverbot für den Schläger von Hildburghausen

Unmissverständlich: Diesem Schild auf dem Sportplatz des Dresdner Vereins SG Motor Trachenberge ist nichts hinzuzufügen. Foto: dpa//Robert Michael

Die körperliche Attacke auf einen Schiedsrichter-Assistenten zieht drastische Strafen nach sich.

Nachdem der FSV Eintracht Hildburghausen der 2500-Euro-Strafe des Sportgerichtes des Thüringer Fußballverbandes (TFV) nach den Vorfällen beim Heimspiel gegen Ohratal zustimmte, verzichtete auch der TFV-Spielausschuss auf einen Einspruch. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

Der TFV hatte Eintracht Hildburghausen zu dieser ungewohnt hohen Geldstrafe wegen der Vorfälle während und nach der Landesklasse-Partie zwischen Hildburghausen und Ohratal (1:2) am 2. Oktober verurteilt. Dabei wurden unter anderem ein Gästespieler bespuckt und Schiedsrichter-Assistenten Ringo May-Nowak per Faustschlag tätlich angegriffen. „Mit der Faust, mit voller Wucht“, steht im Zusatzbericht des Spielleiters. May-Nowak ist noch immer krankgeschrieben. Eintracht Hildburghausen muss neben der Geldstrafe auch die Kosten des Verfahrens tragen und weiterhin bei Heimspielen der ersten Mannschaft mindestens acht Ordner stellen.

Derweil hat der FSV-Vorstand den Schläger mit einem Stadionverbot für alle Spiele der Männermannschaften für zwei Jahre inklusive eines Spiel- und Trainingsausschlusses bei den Alten Herren für ein Jahr und eine Geldstrafe zum Ausgleich für das Urteil vom TFV in Höhe von 2000 Euro belegt. Damit trägt der Beschuldigte einen Großteil des Urteils. Der Verein trägt die Restsumme der Strafe sowie die Verfahrenskosten für den mangelhaften Ordnungsdienst und das Bespucken eines Gästespielers. Der Beschuldigte bestätigte, für den finanziellen Schaden, der dem Verein entstanden ist, aufzukommen. Dies teilte der Verein auf seiner Homepage mit. Zusätzlich einigten sich der Vorstand und der Beschuldigte auf das sofortige Ende seiner Mitgliedschaft.

Ein weiterer Vorstandsbeschluss sieht vor, dass eine neue Stadion- und die Vereinsordnung umgehend erarbeitet werden. Der Auflage des TFV, bei jedem Heimspiel acht Ordner zu stellen, kam der Verein zuletzt nach.

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