Fußball Schweinaer auf Augenhöhe

Schweinas Fabian Kallenbach (rotes Trikot) lässt sich nicht vom Oharataler Verteidiger stoppen. Foto: / Matz

SpG Glücksbrunn Schweina

Schweina -

Schwein a - Nach erfolgreicher Qualifikation in der Vorwoche, traf die SpG Glücksbrunn Schweina in der ersten Hauptrunde des Thüringenpokals auf den Thüringenliga-Vertreter FSV 06 Ohratal. Der gastgebende Landesklassen-Vertreter verkaufte sich teuer.

Die Ohrdrufer kamen bereits nach drei Minuten zu ihrem ersten Treffer. Thomas Schönau nutzte einen individuellen Fehler auf Schweinas linker Abwehrseite und versenkte das Leder mit platziertem Flachschuss in die lange Ecke. Die Gastgeber zeigten sich in der Folge wenig beeindruckt und übernahmen gegen abwartende, auf Konter lauernde Gäste die Initiative. Nennenswerte Tormöglichkeiten waren allerdings Fehlanzeige. Ab Mitte der ersten Hälfte gewann die Partie deutlich an Intensität. Zwar hielt sich das spielerische Niveau hüben wie drüben in Grenzen, aber viele rassige Zweikämpfe sorgten doch für einen guten Unterhaltungswert. Dass es auch weiterhin auf beiden Seiten kaum eine verheißungsvolle Einschussmöglichkeit gab, war nicht zuletzt den gut organisierten Abwehrreihen geschuldet, denen es immer wieder gelang, im entscheidenden Moment noch ein Bein dazwischen zu bringen. Somit ist es kaum verwunderlich, dass Schweinas Ausgleichstreffer aus einer Standardsituation resultierte. David Arnold traf nach einem Eckstoß mit platziertem Kopfball (1:1/39.). Damit hatten die Glücksbrunner im ersten Abschnitt, ähnlich wie ihre Gäste, eine nahezu hundertprozentige Chancenverwertung.

Das sollte sich, zumindest aus Sicht der Platzherren, im zweiten Durchgang drastisch ändern. Erneut waren die Glücksbrunner beim Wiederanpfiff zunächst nicht voll im Bilde und mussten prompt den erneuten frühen Rückstand hinnehmen, den Maximilian Hill mit einem sehenswerten Kopfball erzielte (53.). Ähnlich wie auch im ersten Abschnitt, zog sich der Verbandsligist danach wieder in die eigene Hälfte zurück und ließ die Gastgeber kommen. Diese Taktik hätte ihnen diesmal wohl zum Verhängnis werden können, denn die Glücksbrunner machten es in dieser Phase wesentlich besser als in der ersten Halbzeit. Mit hohem Laufaufwand und druckvollem Spiel über die Flügel fanden sie immer wieder Lücken in Ohrdrufs Defensive und kamen zu hochkarätigen Torchancen. Zwischen der 60. und 80. Minute hätte die Partie kippen müssen, wenn die Schweinaer etwas mehr Effektivität und Cleverness beim Abschluss gezeigt hätten. Aber Neuzugang Sebastian Klisa (61.), Patrick Schellenberg (65./67.), Adrian Vogt (72.) und Eduard Schmidt (75.), um nur die besten Möglichkeiten aufzuzählen, scheiterten zum Teil kläglich.

Beinahe hätte Marty Jung bei einem der wenigen konsequent ausgespielten Ohratal-Konter für die Entscheidung gesorgt, fand aber im gut reagierenden Christian Pfestorf seinen Meister (80.). Bis in die Nachspielzeit drängten die Glücksbrunner, in der Schlussphase zunehmend planlos, auf den Ausgleich. Ärgerlich für sie, dass Schiedsrichter Niklas Wallstein einen klaren Foulelfmeter an Fabian Kallenbach verweigerte. Am Ende blieb für die Glücksbrunner zwar die erfreuliche Feststellung, dass zu keinem Zeitpunkt der Partie ein Klassenunterschied erkennbar war, gleichzeitig aber auch der Frust, eine große Chance zum Einzug in die zweite Runde vertan zu haben.

Schweina: Pfestorf; Giesbrecht (46. Schellenberg), Köhler, Harnack, Arnold, Kallenbach (77. Senf), G. Schmidt, Pfaff (60. E. Schmidt), Klisa, Vogt, Kämpf.

Ohratal: S. Arnold; Krieg, Kubirske, Schönau, Beese, Jung, Hill, Ludewig (56. Baum), Gorf, Willdies (87. Dobranowskij), Reinhold (70. D. Arnold).

Niklas Wallstein. – 300 – 0:1 Schönau (3.), 1:1 Arnold (39.), 1:2 Hill (53.)

 

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