Fußball-Regionalliga Aufbruchstimmung an den Kernbergen

Neuer Mann auf der Trainerbank: Andreas Patz. Foto: Matthias Koch

So stellt man sich ein perfektes Debüt vor: Der FC Carl Zeiss Jena gewinnt das erste Spiel mit dem neuen Trainer souverän gegen den BFC Dynamo.

Jena - Euphorie auf den mit knapp 4000 Fans besetzten Rängen, Jubel bei der Mannschaft, Riesenerleichterung beim Trainer: Durch einen phasenweise überzeugenden und jederzeit ungefährdeten 2:0-Erfolg gegen den BFC Dynamo hat Andreas Patz, neuer Coach des FC Carl Zeiss Jena, einen verheißungsvollen Einstand gefeiert. „Chapeau, wie die Mannschaft meine Ideen innerhalb weniger Tage schon verinnerlicht hat“, lobte der 38-Jährige, der mit seiner Familie in Tiefenort lebt und am vergangenen Montag zur allgemeinen Überraschung zum Nachfolger von Dirk Kunert berufen wurde, weil man dem bisherigen Jenaer Trainer die Verankerung der Mannschaft in der Spitzengruppe der Regionalliga Nordost nicht mehr zugetraut hatte.

Jena hatte den BFC, der bislang eine bärenstarke Saison spielt, über weite Strecken im Griff. Dass die Tore je-weils in den Startphasen der beiden Halbzeiten fielen (Eisele/14., Krauß/53.), war aus Gastgebersicht optimal. „Gänzlich haben wir den BFC zwar nicht ausschalten können, das muss man schon zugeben“, meinte Patz. „Aber wir haben unseren Plan insgesamt gut umgesetzt.“

Sollte der FC Carl Zeiss die Defensive weiter stabilisieren und das Angriffspotenzial konsequent nutzen, ist mehr möglich als nur ein guter Tabellenplatz in der Spitzengruppe. Das sieht Patz nicht anders: „Es ist für mich eine Motivation, das Ziel zu erreichen, was der Verein will.“ Gemeint ist der Staffelsieg, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation gegen den Meister der Regionalliga Nord berechtigt.

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