Aller Fokus richtet sich auf die Endrunde aus, die für Nagelsmann in Chicago mit dem Test gegen Gastgeber USA am 6. Juni beginnt. Dann kommen die drei Gruppenspiele, bei denen es kein Desaster wie 2018 und 2022 geben darf. "Es ist eine Gruppe, die uns sofort fordert. Es ist keine Gruppe, in der wir superleicht durchmarschieren werden", warnte der Bundestrainer.
Nach der Verkündung der Spielorte legte Nagelsmann diesbezüglich nach. "Ich finde, ehrlich gesagt, dass die Gruppe deutlich zu schlecht gesehen wird in der deutschen Medienwelt", meinte der Bundestrainer. "In meinen Augen, gehört sie zu den top vier Gruppen. Wir müssen schon von Beginn an Gas geben, die Gruppe gut zu überstehen", sagte Nagelmann.
Ein Schritt nach dem anderen - das ist die Marschroute. "Wir haben jetzt die letzten Weltmeisterschaften nicht so gestaltet, dass wir immer fest planen können", sagte Nagelsmann.
Auch der schnell entbrannten Diskussion um einen durch die Auslosung nun möglichen Achtelfinal-Kracher gegen Top-Favorit Frankreich wollte er nicht zu viel Raum geben. Deren Trainer Didier Deschamps "klatscht jetzt auch nicht achtmal in die Hände, wenn er gegen uns spielt", sagte Nagelsmann.
Mit seinem unerschütterlichen Optimismus passt der Bundestrainer bestens nach Amerika. "Ich verspreche, dass wir in einer sehr guten Stimmung und einer sehr guten Form sein werden im Sommer und wir werden ein guter Wettbewerber sein", versprach der 38-Jährige.
Einem internationalen Reporter, der möglicherweise die deutsche Aufregung um Nagelsmanns forsche Titel-Ansagen nicht kannte, sagte er zum Turnierziel: "Ich habe ja schon mal gesagt, ich glaube, jede Mannschaft, die bei der WM mitspielt, hat irgendwie auch den Drang und die Lust, die WM auch zu gewinnen." Gewinnen, das ist es, worum es in Amerika immer geht. Die WM-Arbeit geht jetzt richtig los.