Warum sind zwei Siege zum Gruppenabschluss noch wichtig?
Seit Monaten predigt Nagelsmann den Blick auf die Weltrangliste. Sie ist das Kriterium für die Setzliste bei der Gruppenauslosung. Nach viel Auf und Ab scheint jetzt gesichert: Gewinnt Deutschland beide Spiele, könnten die Verfolger Kroatien und Marokko in dem Ranking nicht mehr an Deutschland auf Platz 10 vorbeiziehen.
Da Italien die direkte Qualifikation zu verpassen droht, würde die DFB-Elf als Zehnter zu den neun bestplatzierten und sicher qualifizierten WM-Teams gehören. Dann wäre man im besten Lostopf, in dem zudem die drei Gastgeber USA, Mexiko und Kanada sein werden. Ein dicker WM-Brocken wie Spanien oder Argentinien bliebe Nagelsmann in der Gruppenphase erspart - wie auch die Mexiko-Gruppe A mit widriger Logistik und Extrem-Klima.
Wie geht es für Nagelsmann nach den November-Spielen weiter?
Der 5. Dezember ist für den Bundestrainer dick im Terminkalender angestrichen. Dann werden im John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington die WM-Gruppen ausgelost (18.00 Uhr/MEZ). Danach kennt Nagelsmann nicht nur die drei Gruppengegner, sondern auch die für die Turnierlogistik wichtigen Spielorte und Anstoßzeiten.
Dann kann der DFB auch eine Entscheidung für das Teamquartier treffen. Bisher gibt es offenbar mindestens drei Varianten, um alle regionalen WM-Cluster an Ost- und Westküste und im Herzen der USA abdecken zu können.
Unter dem Vorbehalt der direkten Qualifikation schon vereinbart, sind Testspiele am 30. März in Stuttgart gegen die Elfenbeinküste und am 31. Mai in Mainz gegen Finnland. Danach soll es nach Amerika gehen. Offen sind noch zwei weitere Testkontrahenten, einer für Ende März und einer für den letzten WM-Feinschliff in Übersee Anfang Juni.