Einen Tag nach der Auslosung wird die FIFA am Samstag (18.00 Uhr/MEZ) bei einem weiteren Show-Act mit Präsident Infantino und Ex-Größen die genauen Spielorte verkünden. Zuvor gibt es pro Partie jeweils noch zwei Optionen. Auch das ist neu im Mega-WM-Modus.
Sonderwünsche einzelner Länder gibt es laut FIFA nicht. Deutschland wird aber vermutlich, sofern möglich, Spiele unterm Dach haben, zum Beispiel in Dallas oder Atlanta. Dann könnte trotz Hitze indoor, klimatisiert zur amerikanischen Mittagszeit und damit am frühen deutschen Abend zur guten TV-Zeit, gespielt werden.
Basecamp wird gesucht und besucht
Nagelsmann reist mit seinem Planungsstab noch am Wochenende weiter, um das WM-Quartier möglichst gleich fix zu machen. Ein Winter-Chaos, wie bei der EM-Auslosung 2023 in Hamburg, darf diese Reise nicht wieder erschweren. Damals reiste der zudem von einem Infekt geplagte Nagelsmann mit dem Auto an und ab - das wäre in den USA kaum machbar.
Schottland, Ungarn und Schweiz hieß damals das Los. Jetzt ist maximal ein Europa-Gegner möglich. Und auch WM-Premieren gegen die ins neue 48er-Teilnehmerfeld gespülten Neulinge aus Jordanien, Usbekistan, Curacao oder Kap Verde.
"In der Vorrunde hat es auch seinen Reiz, mal gegen ein Land zu spielen, auf das man sonst in Qualifikations- oder Nations-League-Spielen nicht treffen würde", sagte Nagelsmann. "Jedes Land hat sich die Teilnahme an der WM und die große Bühne verdient."
Erstmals Runde der letzten 32
Spätestens in der K.-o.-Phase, die mit einer Zwischenrunde von 32 Teams beginnt, könnte "dann ohnehin die großen Fußballnationen warten", sagte Nagelsmann. Ein Hattrick des Scheiterns nach den Vorrundenpleiten in Russland und Katar ist nicht im Gedankenorbit. Aber DFB-Boss Neuendorf warnte vorsorglich: "Wir sollten nicht den Fehler machen, zu glauben, dass es einfache und schwierige Gruppen gibt."