Wie reagiert die FIFA?
In Zürich gibt man sich nach außen hin entspannt. Eine öffentliche Stellungnahme gab es bis zum späten Donnerstagabend nicht. Abseits des offiziellen Protokolls wurde das Vorgehen der UEFA als durchschaubarer Schachzug bezeichnet. Die Europäer wollten nur davon ablenken, dass sie den angekündigten Boykott von FIFA-Turnieren nicht aufrechterhalten können, hörte man aus der Zentrale des Weltverbands. Infantino tourt derweil weiter durch die Kontinente und versucht Allianzen für seine Wiederwahl zu schmieden.
Wie sieht die deutsche Position aus?
Der DFB und sein Chef Bernd Neuendorf stehen eng an der Seite von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, dem Wortführer der Front gegen Infantino. Daran ließ man auch in Monaco keinen Zweifel. Die deutschen Funktionäre sehen sich auch in ihrer Haltung bestätigt, nicht wie viele andere schon Ende April einen Unterstützerbrief für Infantinos Wiederwahl unterzeichnet zu haben. Wie offensiv man nun gegen den Schweizer agiert, wird sich zeigen müssen.