Fußball – Landespokal Melzers Ausgleich reicht nicht

Geklärt: Der Borscher Niklas Kraus (Mitte, blaues Trikot) wehrt den Angriff des Meuselwitzers ab. Martin Gimpel beobachtet die Szene. Foto: Liane Reißmüller

Borscher wehren sich lange

Borsch - Am Ende gab es das gleiche Ergebnis wie im letzten Aufeinandertreffen vor sieben Jahren.

Über weite Strecken war von einem Dreiklassenunterschied nicht viel zu sehen. Den Borschern gelang es in der ersten Halbzeit, den technisch überlegenen Gästen mit Leidenschaft und Einsatz Paroli zu bieten. Bis zur 78. Minute, als der Regionalligist die Partie mit dem dritten Treffer entschied. durften die Zuschauer auf den gut gefüllten Rängen des „Sportparks An der Ulster“ auf eine Überraschung hoffen.

Ein frühes Gegentor verhindern. Mit dieser Einstellung gingen die Rhöner gegen den Favoriten aus Ostthüringen ins Spiel. Mit dem ersten gefährlichen Angriff über die rechte Seite und direktem und platziertem Abschluss aus zentraler Position im Borscher Strafraum durchkreuzte Florian Hansch bereits nach sieben Minuten die Pläne der Rhöner.

Nach ihrem Führungstreffer versuchten die Gäste mit viel Offensivdruck die frühe Entscheidung zu erzielen. Innerhalb kurzer Zeit kamen sie zu einigen guten Möglichkeiten, die sie aber ungenutzt verstreichen ließen.

Besser machten es die Hausherren.

Nur drei Minuten nach dem Rückstand gab der Angreifer der Gastgeber, René Melzer, die richtige Antwort. Er vollendete einen Konter nach schönem Zuspiel von Martin Gimpel platziert und unhaltbar im Tor von Justin Fietz zum 1:1-Ausgleich.

Die Borscher agierten in der Folge mit mehr Selbstvertrauen. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Abwehrreihen dominierten. Sowohl die Offensivkräfte der SG Borsch als auch die Angreifer des Regionalligisten waren bei den jeweils gegnerischen Verteidigern in bester Obhut. Einhundertprozentige Torchancen oder gefährliche Szenen in den Strafräumen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Dies allerdings war eher ein Manko bei den höherklassigen Gästen, von denen man mehr spielerische Akzente hätte erwarten dürfen. Zum aus Borscher Sicht ungünstigsten Zeitpunkt, drei Minuten vor der Halbzeitpause, gelang den Zipsendorfern der erneute Führungstreffer (1:2/42.). Einen herrlicher Pass aus der eigenen Hälfte, von Linksverteidiger Sebastian Albert, in den Borscher Strafraum vollendet erneut Florian Hansch, der mit viel Übersicht Niclas Ritz im Borscher Tor überwand.

In der zweiten Halbzeit gelang es den Borschern, sich bei Ballbesitz der Gäste geschickt in die eigene Hälfte zurückzuziehen und so die Räume für die Meuselwitzer zu verengen. Die Gäste verfügten zwar über die größeren Spielanteile und verzeichneten mehr Ballbesitz, aber ihnen fehlten die zündenden Ideen, um das SG-Abwehrbollwerk zu überwinden. Laurens Zintsch versuchte es einmal aus der Distanz (65.), verzog aber knapp. Viel mehr Chancen gab es bis zur 78. Minute für die Männer um ZFC-Trainer Holm Pinder nicht. Schlitzohr Andy Trübenbach startete auf dem rechten Flügel durch und passte auf seinen Mitspieler Fabian Stenzel. Matthaeus Schmelz versuchte die Situation mit spielerischen Mitteln zu klären, anstatt den Ball einfach aus dem eigenen Strafraum zu schlagen. Alexander Dartsch staubte ab und stellte damit den Sieg für den Favoriten sicher.

Auch wenn es für die Borscher nicht zur Überraschung reichte, verabschiedeten sich mit Anstand aus dem Pokal. Ihnen fehlten mit Stefan Kirchner und Marius Bittorf zwei erfahrene Stammspieler, die sie nicht ersetzen konnten. Trotzdem gab es vom SG-Anhang viel Beifall für den krassen Außenseiter, der sich teuer verkaufte.

Borsch: N. Ritz; J. Kraus, T. Becker, R. Fladung, L. Wiegand, M. Gimpel (63. F. Strunz), T. Seng (52. M. Schmitt), N. Kraus, M. Schmelz (86. L. Abel), H. Bauer, R. Melzer

Meuselwitz: J. Fietz; A. Trübenbach, A. Dartsch, F. Raithel, A. Kadric, S. Albert (83. B.-L. Moritz), N. Jahn (63. L. Bürger), L. Zintsch, F. Hansch (56. F. Stenzel), F. Müller, F. Tuncer

R. Schwethelm (Eichsfeld) – 318 – 0:1 Hansch (9.), 1:1 Melzer (12.), 1:2 Hansch (42.), 1:3 Dartsch (78.)

 

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