Fußball, Kreisoberliga Top-Torjäger bei Gräfinau-Angstedt

Vorerst nur im Vereins-Shirt statt im Trikot: Tom Oschmann am Sonntag am Rande der Partie gegen Remschütz (5:0). Foto: Ralf Brückner

Auch wenn das Debüt noch auf sich warten lässt: Mit Tom Oschmann vom SV 1883 Schwarza hat der FSV Gräfinau-Angstedt einen der besten Kreisoberliga-Spieler geholt.

Der spektakulären Verpflichtung folgte eine nicht minder spektakuläre Pleite: Tom Oschmann vom SV 1883 Schwarza, einer der besten Stürmer der Fußball-Kreisoberliga und dort über Jahre hinweg ständig im Spitzenfeld der Torschützenliste vertreten, wechselte kurz vor dem Punktspielbeginn zum FSV 1928 Gräfinau-Angstedt – und saß dann beim 5:0-Auftaktsieg über die TSG Bau Remschütz doch nur auf der Bank: Die unter der Woche bereits erteilte Spielgenehmigung war kurzfristig wieder zurückgenommen worden – „nach Beschwerden einiger Vereine“, wie er das selbst nach der Partie erklärte. De facto wurde ihm ein Freundschaftsspiel, das er in der neuen Saison noch für Schwarza bestritten hatte, zum Verhängnis. Der FSV Gräfinau-Angstedt will nun dieses Problem mit einem Amateurvertrag aus der Welt schaffen – funktioniert das, könnte Tom Oschmann am kommenden Sonntag in Bad Berka für seinen neuen Verein debütieren.

Der 27-Jährige bezeichnet sich selbst als „Ur-Schwarzaer“, spielte dort seit 2014/15 in der Kreisoberliga und schoss dabei in 155 Spielen 121 Tore. In der letzten Saison waren es auch wieder 21 – aber da gab es bereits Probleme mit seinem Verein, „die ich jetzt hier nicht öffentlich machen will“. Beim Heimspiel der Schwarzaer im März gegen Großbreitenbach/Neustadt, ausgetragen auf dem Rudolstädter Kunstrasen, war aufgefallen, dass Tom Oschmann nicht mit auf der Schwarzaer Bank saß, sondern von außerhalb der Umzäunung aus zusah.

Jedenfalls hatte er viele Anfragen anderer Vereine (u. a. von Germania Ilmenau) bekommen, als klar war, dass er den SV 1883 verlassen würde. „Mein Telefon klingelte heftig.“ Letztlich entschied er sich für Gräfinau-Angstedt – „und jetzt zählt für mich nur der Verein hier. Es ist ein guter Verein und eine geile Truppe. Ich möchte viel erreichen, und das kann ich mit dem hiesigen Kader auch. Am liebsten würde ich gleich nach dieser Saison aufsteigen."

Längere Pause für Steve Möller

Inzwischen hat sich bestätigt, dass Gräfinaus (nicht beim Fußball) verletzter Spielgestalter Steve Möller länger ausfällt. Die Diagnose erbrachte zwar nicht den Worst Case „Kreuzbandriss“, aber doch eine Bänderverletzung, die „jetzt erst mal sechs Wochen Ruhe“, wie er selbst sagte, verlangt.

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