Fußball, Kreisoberliga: SC 09 Effelder Und montags schwitzen sie schon wieder ...

Toni Lenkardt. Foto:  

Vor dem ersten Punktspiel spricht Toni Lenkardt, Co-Trainer bei Fußball-Kreisoberligist SC 09 Effelder, über die Mannschaft, eine Lücke, einen gepflegten Rasen und über ein großes, ein emotionales Loch.

Effelder - Tief holt Toni Lenkardt Luft, als man ihm nach der Stimmung in der Mannschaft fragt. Das hat viele Gründe. So könnte man durchaus die Gefühlslage mit „traurig, bestürzt und erschüttert“ umreißen, denn der Tod von SC-Urgestein Jürgen Eckstein stecke immer noch vielen Menschen in Effelder tief in den Knochen. „Es wird schwer, eine Person zu finden, die Jürgen ersetzt, die in seine großen Fußstapfen tritt. Was Jürgen geleistet hat, ist unglaublich gewesen – ob für den Verein, im Verein oder im Hintergrund.“ Wenigstens sitze nach einem Jahr Corona-Pause demnächst wieder jemand in der Sprecherkabine. Robin Porazil, der seine aktive Karriere beendete hat, wird den Part übernehmen. Welche Namen er allerdings am Sonntag von der Startaufstellung vorlesen darf, ist ungewiss.

„Wir sind aktuell auch noch Corona-geplagt“, verrät Lenkardt, denn zwei Spieler befänden sich in Quarantäne. So wisse man allein deswegen schon gar nicht, wo die Mannschaft eigentlich stehe. „Unsere Leistungen in den Testspielen gehen zwar in Ordnung, spielerisch waren diese aber eher durchwachsen“, so die vorsichtige Kritik des Co-Trainers. Darüber dürfe auch nicht der 6:1-Erfolg über Hildburghausen II hinwegtäuschen. „Das Ergebnis ist jetzt nicht so aussagekräftig.“

Lenkardt und Trainer Frank Vogel sorgen sich gerade um eine große Lücke – die zwischen Abwehr und Angriff. „Die bekommen wir aktuell noch nicht zu“, gibt er zu. „Das wird aber dann im Wettbewerbsbetrieb besser; da bin ich mir sicher“, zumal in den Tests auch zwei, drei Stammkräfte gefehlt hätten. Stammspieler wie Robert Schmidt, der einfach nicht zu ersetzen ist und die Trainer so zu Umstellungen zwingt. Da Schmidt auch am Wochenende noch im Urlaub ist und auch zwei, drei weitere Stammkräfte fehlen, müssen Vogel und Lenkardt improvisieren. „Und unser Kader ist schon eh nicht so groß“, gibt Lenkardt dann noch zu bedenken. Darum sei auch die Trainingsbeteiligung bei derzeit 12, 13 Hanseln „noch ausbaufähig“.

Auf eigenen Nachwuchs dürfen die SC-Kicker noch nicht hoffen. Toni Lenkardt verrät: „Da müssen wir noch gut vier Jahren warten.“ Bis dahin „begnüge“ man sich durchaus auch mit bestens ausgebildeten „Einkäufen“. Solchen wie den Schalkauern Jannik Träge (Sturm) und Jannik Mann (Mittelfeld). „Beide sind trotz ihrer erst 20 und 21 Lenze eine echte Verstärkung für uns und werden uns auch sicherlich schon in dieser Saison weiterbringen.“ Abgesehen davon führte der SC-Vorstand noch weitere „Sommer-Gespräche“. Diese hätten allerdings, verrät Lenkardt, keine durchschlagenen Ergebnisse gebracht – noch nicht.

Doch es gibt noch weitere Neuigkeiten im Verein – positive. Dazu gehört sicherlich das neue, kleine Fitnesszimmer im Sportheim. „Das wird von den Fußballern sehr gut angenommen“, weiß der Co-Trainer. Neben dem normalen Training werde dort nun immer montags kräftig geschwitzt – ob mit Lang- oder Kurzhanteln bewaffnet. „Das machen die von sich aus, da braucht kein Trainer was einzufordern. Das klappt von ganz allein“, freut sich Lenkardt, der auch in dieser Saison zusammen mit Bernd Porazil die Fußballabteilung beim SC 09 lenkt. Ein echter Gestalter sei indes Mannschaftsleiter Norbert Brehm. „Was er auf und neben dem Rasen leistet, ist klasse“, lobt Lenkardt den Platzwart. Und so präsentiert sich der Rasen derzeit im satten Grün. Ob das allein zum angepeilten Saisonziel reicht? Abwarten. Lenkardt hat dafür Schönbrunn („Die machen seit Jahren eine gute Arbeit.“) und Altbekannte wie Milz und 51 Sonneberg ganz oben auf seinem Zettel stehen.

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