Fußball, Kreisoberliga Goldlauterer Joker stechen

Zu selten setzten sich die Struth-Helmershofer gegen die Gäste aus Goldlauter (weiße Trikots) durch. Foto: Sascha Bühner

Gastgeber rutschen in der Tabelle ab

Struth-Helmershof -

Das hätte so nicht sein müssen. Dass die Gäste aus dem Suhler Umkreis siegten, war ihrem Glück, ihrer größeren Cleverness und dem entschlossenen Handeln vor dem gegnerischen Tor zu verdanken. Dieses ließen die Gastgeber einmal mehr vermissen.

Die Struth-Helmershofer ließen in der entscheidenden Phase zwischen der 60. und der 80. Spielminute gleich reihenweise und aus Nahdistanz Möglichkeiten aus, das Spiel für sich zu entscheiden. Pfosten, der Goldlauterer Torwart und deren herzhafte Verteidigung sorgten im Übrigen dafür, dass aus ihrer Sicht nichts anbrannte. Bitter aus Struther Sicht war vor allem, dass sie sich in einer gutklassigen Begegnung auf Augenhöhe beider Mannschaften nicht für ihr ansehnliches Spiel mit mitreißenden Ballstafetten belohnten.

Das hingegen taten die abgezockten Gäste, die Frühzeitig in Führung gingen, als der freie Jens Kühnstein (hat sich dessen Torjägerqualität nach mehreren Jahrzehnten immer noch nicht in der Struth herumgesprochen?!) eine Flanke von Sebastian Schmidt auf links außen in aller Seelenruhe aufnehmen und sehenswert direkt verwandeln konnte (23.). Die erste Möglichkeit – sieht man einmal von einem Schussversuch von Robin Tabor aus spitzem Winkel in der 5. Minute ab – ergab gleich die Gästeführung. Diese hätten die Gäste in Minute 34 ausbauen können, doch zum Glück verstolperte der ebenfalls sträflich freie Richard Gubisch. Ihre Möglichkeiten für die Thuringia in einer ausgeglichenen Partie konnten Nummer (4., 17.9 und Hörn (25., 44.) nicht nutzen.

Das tat Martin Hofmann, der nach dem Seitenwechsel eine Ecke direkt zum 1:1 verlängerte (53.). Lange erfreuten sich die Gastgeber dieses Tores nicht. Nach einem schlecht abgewehrten Freistoß staubte der kurz zuvor eingewechselte Logan Klingelstein zum 1:2 ab (59.). Es folgte die erwähnte Druckphase der Hausherren ohne zählbaren Erfolg.

Und so kam es, wie es kommen musste. Mit Justin Blümke stach auch der zweite Joker der Wopper, als er einen Freistoß zum 1:3 im Tor versenkte (89.). Des Schlechten nicht genug, fiel aus Struther Sicht die Niederlage dann auch noch blamabel hoch aus, weil mit Christian Thieroff der dritte von vier Einwechslern unmittelbar vor dem Schlusspfiff in der Nachspielzeit auch noch zum 1:4 traf.

Da konnten sich die Gäste von Herzen und berechtigt freuen, während die Thuringia trotz allen Bemühen und spielerischem Zuschnitt einmal mehr mit leeren Händen dastand. Fürs Phrasenschwein: Fußball ist ein Ergebnissport, in dem die Tore entscheiden. So ist es nun einmal, auch in der Kreisoberliga. hrk

Struth-Helmershof: Anding; G. Recknagel (46. D.Wagner), Schmidt, Hofmann (88. Jakobi), Reich, Horn, Pinno, Nummer (88. L. Kirchner), Dellit, Chasseur, Thorwarth (46. Eck)

Goldlauter: Volker; Arnold, Gubisch, Tabor (72. Reißland), Schmidt, Paule, Exner (54. Klingelstein), Paul (80. Thieroff), Albrecht (54. Blümke), Fernholt, Kühnstein

Siefert (Wutha-Farnroda) – 120 – 0:1 Kühnstein (23.), 1:1 Hofmann (53.), 1:2 Klingelstein (59.), 1:3 Blümke (89.), 1:4 Thieroff (90.+2)

 

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