Fußball-EM Gema: Berlin ist mit Abstand "Public-Viewing-Meister"

Deutschland-Fans jubeln in der Fanzone am Brandenburger Tor. Foto: Christoph Soeder/dpa

Nirgends stehen so viele Großleinwände zur EM wie in der Hauptstadt. Doch gemessen an der Gesamtbevölkerung liegt eine ganz andere Stadt vorn.

 
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München/Berlin - Zur Fußball-EM 2024 hat Berlin die mit Abstand meisten Public-Viewing-Gelegenheiten aufgebaut. Insgesamt wurden in der Hauptstadt 2335 Leinwände und Riesenmonitore zur öffentlichen Fußball-Übertragung angemeldet, wie die Verwertungsgesellschaft Gema in München mitteilte. 

EM-Spielorte weit oben

Generell ist die Anzahl in den EM-Spielorten besonders hoch: Unter den Top Ten des Gema-Rankings befinden sich acht Städte, in denen Begegnungen ausgerichtet wurden oder werden. Köln liegt mit 833 Public Viewings nach totalen Zahlen gemessen nach Berlin auf Rang zwei, in München als drittplatzierter Stadt waren es 803 Orte. 

Kurz vor Ende des Turniers verzeichnet die Gema in ganz Deutschland mehr als 26.000 öffentliche Ausstrahlungsorte für Fernsehübertragungen, die eigens zur Fußball-Europameisterschaft angemeldet wurden. 

Köln gemessen an Einwohnerzahl vorn

Gemessen an der Einwohnerzahl liegt im Ranking die rheinische Metropole Köln an der Spitze. Dort gab es pro 10.000 Einwohner 8,2 Public-Viewing-Orte. Eine ähnliche Dichte wies im Großstädte-Vergleich der Gema auch Frankfurt am Main mit 7,9 Locations pro 10.000 Einwohner auf.

Die Auswertung bezieht sich auf Anmeldungen eigens zur EM 2024: "Restaurants und Kneipen, die bereits einen Jahresvertrag für die Musikwiedergabe via Fernsehen haben und die EM zeigen, sind in den Zahlen nicht enthalten", erläuterte die Gema.

Gema wegen Musik mit im Spiel

Die Verwertungsgesellschaft ist bei der EM mit im Spiel, weil musikalische Beiträge rund um die Spiele sowie die Kommentare der Journalistinnen und Journalisten urheberrechtlich geschützt sind. Das ist wichtig, wenn zum Beispiel- wie bei der EM jüngst zu hören - im Stadion der Titel "Shake it off" der US-Sängerin Taylor Swift gespielt wird. 

Die Gema vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 95.000 Mitgliedern (Komponistinnen und Komponisten, Textdichterinnen und Textdichter, Musikverlage) sowie von über zwei Millionen Rechteinhaberinnen und Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.

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