"Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen. Wir haben gehofft, die Wende gemeinsam hinzubekommen. In der Analyse der Gesamtsituation sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir der Mannschaft einen neuen Impuls geben müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen", sagte Schwegler. Bauer verließ am Samstag um 19.14 Uhr die Arena und wusste da wohl schon, dass seine Zeit abgelaufen war.
Hecking dagegen kennt sich seit Jahren mit allen sportlichen Lagen aus. Vor und nach seiner ersten Wolfsburger Zeit trainierte er unter anderem Hannover 96, den 1. FC Nürnberg, Borussia Mönchengladbach und auch den Hamburger SV. Zuletzt musste er am 15. September jedoch beim VfL Bochum gehen, weil es nach dem Bundesliga-Abstieg auch beim Neuaufbau der Mannschaft hakte.
Dass der Neuaufbau in Wolfsburg krachend scheiterte, liegt vor allem an Christiansen. Als der Däne im Sommer 2024 vom FC Kopenhagen nach Wolfsburg kam, versprach er eine neue Club-Identität und Powerfußball. Doch die dafür nötigen Spieler holte er nicht. Die großen Schwachstellen in Angriff und Abwehr wurden auch in diesem Winter nicht behoben.
Radikalmaßnahme wie 2011
Nach dem ersten Trainerwechsel im November war erst einmal nur der Sportdirektor auf der Ebene unter Christiansen ausgetauscht worden: Der Schweizer Schwegler kam für Sebastian Schindzielorz.
Jetzt aber greift der vom Mutterkonzern Volkswagen dominierte Aufsichtsrat beim VfL so stark durch wie seit dem Frühjahr 2011 nicht mehr. Damals verloren der Geschäftsführer Dieter Hoeneß sowie Interimstrainer Pierre Littbarski auf einen Schlag ihre bisherigen Jobs. Für sie kehrte mitten im Abstiegskampf der Wolfsburger Meistertrainer Felix Magath noch einmal zurück.