Für die Suhler Ortsteile Zuschüsse für attraktives Landleben

Bis 13. März können Fördermittel bei der Leader-Aktionsgruppe beantragt werden, um das Leben auf dem Land schöner zu machen.

In Helmershausen gab’s Zuschüsse fürs Zubehör und die Brotbacktage. Foto: RAG

Die Regionale Aktionsgruppe (RAG) Leader „Henneberger Land“ will zum dritten Mal in Folge das Regionalbudgets in Thüringen nutzen und damit zusätzliche Fördermittel in die Region holen. Dabei geht es um Kleinprojekte mit einer maximalen Investitionssumme von 20.000 Euro, für die es Zuschüsse bis zu 80 Prozent geben kann, teilt Birgitt Schunk im Auftrag der RAG mit. Um in den Genuss einer Förderung zu kommen, müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt sein. So sollten mit den Vorhaben die Ziele der Regionalen Entwicklungsstrategie 2023 bis 2027 in den zehn ländlich geprägten Ortsteilen der Stadt Suhl und im Landkreis Schmalkalden-Meiningen umgesetzt werden. Nachzulesen sind diese auf der Internetseite der Regionalen Aktionsgruppe. Gefragt sind Birgitt Schunk zufolge Projekte mit einem innovativen und regionalen Ansatz. Inhaltlich ist dabei vieles möglich: Wichtig ist, dass durch die Projekte das Leben auf dem Lande attraktiver gemacht und der ländliche Raum gestärkt wird. Themenfelder wie Grund- und Daseinsvorsorge, Vereinsleben, Infrastruktur, Kultur, Bildung, Umwelt, Wirtschaft und einiges mehr können das leisten. Bewerben können sich Unternehmen, Vereine, Verbände oder Privatpersonen. Neue Projekte und Ideen sind bis zum 13. März einzureichen. „Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Antragsunterlagen im Original in der RAG-Geschäftsstelle in Rippershausen vorliegen“, sagt Koordinator Daniel Klee. „Viele Antragssteller finden gut, dass das Antragsverfahren recht einfach ist. Sie sollten sich dennoch im Vorfeld beraten lassen und können sich gerne mit mir in Verbindung setzen“, ergänzt Klee.

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48 Anträge im Jahr 2025

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 48 Anträge mit einer beantragten Fördersumme von über 430.000 Euro eingereicht. Die Entscheidung trifft jeweils ein Auswahlgremium aus dem Gesamtvorstand der RAG . „Wir hatten daraufhin 2025 die 48 Projekte in ein entsprechendes Punkteranking gebracht und konnten am Ende 22 Projekte mit einer Summe von rund 199 700 Euro unterstützen“, so Klee. Über das Regionalbudgets flossen dabei rund 180.000 Euro Fördermittel ins „Henneberger Land“. Die restlichen 20.000 Euro waren Eigenmitteln der RAG. Die Gelder für das Regionalbudget stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschützes“ des Bundes sowie aus den Ländern. Vielfältig waren die Projekte des vergangenen Jahres. Der Gartenverein Helmershausen bekam beispielsweise Unterstützung beim Ankauf von Zubehör, um künftig Brotbacktage durchführen zu können. Der Schillerverein Bauerbach konnte sich über Gelder freuen, mit denen die alte Schule als Gemeinschaftstreff für alle Generationen ausgestattet wurde. Um junge Nachwuchssportler zu fördern erhielt der WSV Brotterode Zuschüsse, um neue Skier für die Kids anzuschaffen. Auch Projekte in Sachen Mundartpflege, Theaterspiel und Naturerleben wurden ebenso unterstützt wie die Verschönerung von Domizilen. In Rohr steht eine neue überdachte Sitzgruppe, die Spaziergänger und Radfahrer zur Rast einlädt. .

Kontakt: Landratsamt Schmalkalden-Meiningen, Daniel Klee, Leiter Stabstelle Kreisentwicklung (03693) 485-8249. d.klee@lra-sm.de;

Unterlagen bis 13. März an die Geschäftsstelle der RAG Leader „Henneberger Land“ in der Rippershäuser Straße 16 in 98639 Rippershausen, (03693) 5 05 08 21, Donnerstag 10 bis 14 Uhr.

www.leader-rag-henn.de