FSV Martinroda Konrad Schneider, der zweite Südthüringer in Martinroda

Neu beim FSV Martinroda: Der aus Römhild stammende Konrad Schneider (rechts) und sein Nordhäuser Kumpel Rune-Björn Litzenberg, der aus Eisenach stammt. Foto: Ralf Brückner

Der junge Defensivspezialist Konrad Schneider stammt aus Römhild, spielte zuletzt in Nordhausen und will sich nun beim Oberligisten FSV Martinroda beweisen.

Martinroda/Römhild - Nein, nicht irritieren lassen! Dieser junge Mann, der da mit dem Attribut „kommt von Wacker 90 Nordhausen“ seit Samstag beim FSV Martinroda trainiert, ist kein Südharzer, sondern ein Südthüringer. Konrad Schneider stammt nämlich aus Römhild und ist damit nach dem aus Haina stammenden Liam Floßmann schon der zweite junge Fußballer aus dem Grabfeld, der es in den Kader des Oberligisten aus dem Ilm-Kreis geschafft hat. „Auch wenn Nordhausen nun doch weiter in der Oberliga bleibt – mein Wechsel hierher war richtig“, ist er überzeugt. „Ich will eine neue Herausforderung erleben, mit einem neuen Trainer und neuen Mitspielern.“ Und vielleicht spielt ja auch eine Rolle, dass der 19-Jährige damit wieder etwas näher an die Heimat heranrückt. Die hatte er nämlich schon als Elfjähriger verlassen – Richtung Soccer City in Lengenfeld unterm Stein (Unstrut-Hainich-Kreis), wegen des Fußballs und eines Profi-Traums.

„Ich hatte dort ein Ostercamp mitgemacht, und das hat mir so gut gefallen, dass ich gesagt habe: Da will ich hin!“ Mit elf Jahren ins Internat – nicht einfach, zumal „ich mit vier anderen Fußballern dort zu den absolut Jüngsten gehörte. Aber es fiel mir nur am Anfang ein bisschen schwer.“ Bis dahin hatte er im Nachwuchs von Römhild und Meiningen gekickt – nun konnte Vater Mirko einen Wochenend-Autopiloten für die Strecke zwischen Römhild und Thüringer Becken einbauen ...

Später wechselte Konrad Schneider mit seinem Trainer ans benachbarte Jugendfußball-Leistungszentrum Schlotheim und absolvierte dort zwei weitere Jahre, ehe er zum FSV Wacker 90 Nordhausen ging. Und als der nach dem Zusammenbruch seines Regionalligateams eine vollkommen neue Oberligamannschaft aufbauen musste, da gehörte auch Konrad Schneider dazu und absolvierte mit ihr alle acht Punktspiele.

Der Schritt nach Martinroda ist nun wirklich eine neue Herausforderung, denn auf seinen Lieblingspositionen – „Sechser oder Innenverteidiger“ – ist der FSV eigentlich gut besetzt: Zuletzt bildeten die Doppelsechs mit Liam Floßmann und dem Ilmenauer Toby Metzmacher sowie das routinierte Erfurter Innenverteidigerduo Tom Nowak/Justus Six den „Garantieschein“ für den drittletzten Platz und damit den Martinrodaer Klassenerhalt. Es wird sicher nicht einfach, da hineinzukommen.

Aber da er seine Ausbildung zum Physiotherapeuten in Stützerbach fortsetzen und mit dem ebenfalls von Nordhausen nach Martinroda wechselnden Rune-Kjell Litzmann in zwei Wochen auch eine WG in Ilmenau beziehen kann, stimmen dort zumindest erst mal die Rahmenbedingungen – und dann kann ja auch sportlich voll angegriffen werden!

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