Thomas Hartmann ist stinksauer. Erneut musste der Geschäftsführer der gleichnamigen Schreinerei in der Walldorfer Industriestraße vernehmen, dass seine Firma wieder nicht an das schnelle Internet angeschlossen wird. Werbeträchtig hatte die Deutsche Telekom AG im Januar den künftigen Anschluss des Meininger Ortsteils an die digitale Autobahn vermeldet. Auf der beigefügten Karte war zu sehen, dass das Industriegebiet außen vor bleibt. „Ich für meinen Teil behalte mir jedenfalls vor, zukünftig Gewerbesteuern einzubehalten. Diese bezahle ich immerhin nicht nur aus Spaß an der Freude, sondern auch für eine funktionierende und planbare Infrastruktur. Und dazu gehört nun auch mal schnelles Internet.“ Das Alltagsgeschäft funktioniere mit der vorhandenen Datenleitung noch, aber schon bei Updates für seine Fünf-Achs-CNC-Maschine reiche die Anbindung nicht mehr aus. Auch um die Daten der Firma zu spiegeln, damit er in Corona-Zeiten im Homeoffice arbeiten konnte, genügte die Datenleitung nicht den Erfordernissen. Da musste immer noch eine tragbare Festplatte bemüht werden.
Frust auf Telekom Schnelles Internet nicht in Sicht
Erik Hande 02.03.2023 - 17:15 Uhr