Breite Rückendeckung und Unterstützung für die Petition zum Erhalt der Station für sehr kleine Frühchen, die mit einem Gewicht von weniger als 1250 Gramm auf die Welt kommen, haben am Montagmittag Politiker aus Suhl, aus den Nachbarkreisen und andere Bürger demonstriert. Anlass ist der auf Bundesebene geschmiedete Plan, das Perinatalzentrum Level 1 am Suhler Zentralklinikum zu schließen, weil hier nicht die geforderten Mindestmengen an sehr kleinen Frühchen behandelt werden. Dagegen regt sich Widerstand auch außerhalb der Suhler Stadtgrenzen, weil es um die medizinische Infrastruktur in der Region gehe, wie Maria Struck aus Römhild sagt. „Es gibt die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung und Thüringens Gesundheitsministerin hat signalisiert, sich dafür einsetzen zu wollen“, sagt Suhls Oberbürgermeister André Knapp. Dr. Matthias Schmidt, Facharzt für Geburtsmedizin am Klinikum, zeigt sich beeindruckt von so viel Rückendeckung. Die Petition, die im Thüringer Landtag eingegangen ist, soll in Kürze auf der Petitionsplattform des Thüringer Landtages online gehen und kann dann unterschrieben werden. Es wird Unterschriftensammlungen unter anderem im Rathaus und im Zentralklinikum geben. Auch Kommunalpolitiker wollen fraktions- und parteienübergreifend Unterschriften sammeln. Für die Petition werden binnen sechs Wochen 1500 Unterstützer gebraucht, um eine öffentliche Anhörung im Landtag erreichen zu können. Foto: Karl-Heinz Frank
Petition zum Erhalt Unterschriftensammlung für Frühchenstation
ike 12.09.2022 - 16:43 Uhr