Freizeit-Tipp Papiermaché-Hasen und Puppentheater

Wie aus Papiermaché und Pappe farbenfrohe und fantasievolle Osterdeko entstehen, dazu gibt’s in Sonneberg Anleitung im Deutschen Spielzeugmuseum.

Holger Schwesinger aus Seltendorf mit dem Rohmaterial zum Bastelspaß im Spielzeugmuseum. Foto: Archiv/Carl-Heinz Zitzmann

Wenn in Bayern und Thüringen die Osterferien beginnen, verwandelt sich das Deutsche Spielzeugmuseum in eine lebendige und kreative Werkstatt. Vom 31. März bis zum 16. April lädt das Haus Kinder, Jugendliche und Familien dazu ein, die traditionsreiche Sonneberger Spielzeugwelt auf ganz persönliche Weise zu entdecken. „Das Programm spannt dabei den Bogen von historischen Fertigungstechniken bis hin zum modernen Design der weltbekannten Gestalterin Renate Müller“, teilt Einrichtungssprecherin Julia Thomae mit.

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Die Ferienwochen starten am Dienstag, 31. März, von 10 bis 12 Uhr mit einer Hommage an die Sonneberger Industriegeschichte. Im Workshop „Hühnchen, Häschen und viele bunte Eier“ arbeiten die Teilnehmer mit speziellem Rohmaterial, das die Spielzeugmanufaktur von Holger Schwesinger extra für das Museum herstellt. Besucher erfahren hier aus erster Hand, wie aus Papiermaché und Pappe farbenfrohe und fantasievolle Osterdekorationen entstehen. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht.

Am Donnerstag, 2. April, von 13 bis 16 Uhr rückt ein Klassiker der Kindheit in den Fokus. Im Workshop „Füllartikel im neuen Design“ wird die Tradition der befüllbaren Pappeier aufgegriffen und modern interpretiert.

Thomae: „Aus den Rohlingen basteln die Kinder individuelle Frühlingstiere wie Hasen, Küken oder kleine Glücksschweinchen, die sich wunderbar als persönliches Osterversteck eignen.“

Ein Vögelchen voller Klang. Foto: privat

Ein besonderer Höhepunkt des diesjährigen Programms sind die Workshops im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Retrospektive Renate Müller“. Zwei dieser Angebote werden von Irene Beyer-Stange geleitet, einer ehemaligen Schülerin der renommierten Gestalterin. „Sie vermittelt den Teilnehmern die ikonische Formensprache und die besonderen Materialkombinationen, für die Renate Müllers therapeutische Spielzeuge weltweit geschätzt werden.“

Am Dienstag, 7. April, von 13 bis 16 Uhr sowie am Mittwoch, 8. April, von 10 bis 12 Uhr findet der Workshop „Bär im Heft, Nashorn auf dem Beutel – wir zeichnen, schneiden, stempeln“ statt.

Die Teilnehmer schneiden eigene Stempel mit Motiven von Spielzeugtieren und Objekten aus der Ausstellung. Unter Verwendung von Renate Müllers typischer Farbpalette und Ergänzungen wie Rupfenstoff- oder Schnurdruckstempeln entstehen entweder selbst gebundene Geschichten-Hefte oder ganz persönliche Stoffbeutel als Alltagsbegleiter.

Blick in die Bärenwerkstatt. Foto: Privat

Am Donnerstag, 9. April, von 10 bis 12 Uhr sowie am Donnerstag, 16. April, von 13 bis 16 Uhr öffnet die „Bärenwerkstatt“. Hier können Kinder eigene Spielbären aus Holz, Stoff und Füllwolle gestalten. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, sich mit den weniger bekannten Puppen- und Bärenentwürfen der Designerin vertraut zu machen.

Abgerundet wird diese Reihe am Dienstag, 14. April, von 10 bis 12 Uhr durch den Workshop „Klangvolle Tierfiguren“. Hier entstehen kleine Tier-Rasseln in Form von Elefanten, Schildkröten, Vögeln oder Schnecken nach dem Vorbild des berühmten Müller-Repertoires.

Das Puppentheater Manuart lädt ein zum „Mäuseken Wackelohr“. Foto: privat

Neben den handwerklichen Angeboten wartet am Mittwoch, 8. April, um 14.30 Uhr ein kulturelles Highlight auf die ganze Familie. Der Puppenspieler Falk Pieter Ulke bringt sein neuestes Stück „Mäuseken Wackelohr“ nach der bekannten Geschichte von Hans Fallada auf die Bühne. Die etwa 50-minütige Aufführung des Puppentheaters „Manuart“ ist für Kinder ab drei Jahren geeignet und verspricht beste Unterhaltung für Groß und Klein. Die Karte für das Puppenspiel beträgt drei Euro für Erwachsene sowie zwei Euro für Kinder, zuzüglich zu den Eintrittskosten.

Alle Workshops sind als offene Angebote konzipiert, weshalb eine Voranmeldung nicht erforderlich ist. Die Teilnahme ist möglich, solange der Vorrat an Materialien reicht. Für die Bastelmaterialien wird ein Kostenbeitrag zwischen drei Euro und sechs Euro erhoben.

Dieser Betrag ist zusätzlich zur regulären Eintrittsgebühr des Museums zu entrichten. Familien können die günstige Familienkarte für 18 Euro nutzen, die den Eintritt für maximal zwei Erwachsene und alle zur Familie gehörenden Kinder beinhaltet.