Freies Wort hilft Weihnachtsspenden werden weitergespendet

Anica Knies

Um das Weihnachtsfest für einsame Suhler zu organisieren, hatten Irene und Sebastian Wendt viel Hilfe – vor allem finanzielle. Das übriggebliebene Geld haben sie nun gespendet.

Sebastian und Irene Wendt (von links) haben 912, 25 Euro an den Freies Wort-Hilfsverein gespendet. Der Vorsitzende Pierre Döring verspricht: Jeder Cent kommt bei den unverschuldet in Not Geratenen an. Foto: Karl-Heinz Frank

An den Heiligabend 2025 werden sich Irene und Sebastian Wendt noch lange erinnern. Einfach, weil er diesmal ganz anders war als alle Feste, die die elfköpfige Familie zuvor gefeiert hat. Die beiden Suhler hatten am 24. Dezember ein Weihnachtsfest für einsame Suhler organisiert. „Wir haben uns gedacht, wir erweitern einfach unseren Familienkreis und laden all diejenige ein, die sonst allein gewesen wären“, sagt Irene Wendt.

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Schnell machte die Idee die Runde. Selbst Radiosender aus Halle meldeten sich bei der Familie, um über das Vorhaben zu berichten. Auch die ersten Anmeldungen einsamer Suhler trudelten ein sowie allerhand Hilfsangebote. „Wir haben alles gesponsert bekommen“, sagt Sebastian Wendt. Die Raummiete, Essen und Getränke, Geschenke für die Gäste, musikalische Darbietungen – alles konnte mit Spenden finanziert werden.

Und am Ende ist sogar etwas übrig geblieben, genau genommen 912,25 Euro. Und die haben Irene und Sebastian Wendt jüngst an den Hilfsverein von Freies Wort gespendet. Ein konkretes Hilfsprojekt hätten sie dabei nicht im Sinn, sagen sie beiden. „Uns ist es wichtig, dass das Geld in der Region bleibt und dass damit jemandem geholfen werden kann“, betont Irene Wendt. Genau das verspricht der Vorsitzende von Freies Wort hilft, Pierre Döring. „Jeder Cent kommt bei den Bedürftigen an.“

Natürlich trudeln bereits jetzt die ersten Anfragen ein, ob Irene und Sebastian Wendt in diesem Jahr erneut ein Weihnachtsfest für einsame Suhler ausrichten werden. Die ersten Interessierten hätten noch an Heiligabend gefragt, ob sie nächstes Jahr wiederkommen könnten. „Das halten wir uns noch offen“, sagt Irene Wendt. Wenn, dann soll das Fest weiterhin nur im kleinen Rahmen stattfinden. Die Alte Post in Heinrichs sei der perfekte Ort für diese Familienfeier der besonderen Art.

Freies Wort hilft

Wer ist das?
Freies Wort hilft – Miteinander Füreinander ist das Hilfswerk der drei Tageszeitungen Freies Wort, Südthüringer Zeitung, Meininger Tageblatt und deren Digital-Plattform insüdthüringen.de. Die Tageszeitungsverlage sind Initiatoren, Unterstützer und notwendige Partner des Hilfswerks, als eingetragener Verein agiert Freies Wort hilft aber unabhängig. Alle Einnahmen und Ausgaben dienen alleine dem gemeinnützigen Vereinszweck. Mitglied werden kann jeder!

Gründung
Der Verein wurde 1998 von der Zeitung Freies Wort gegründet. Seit 2011 sind auch das Meininger Tageblatt sowie die Südthüringer Zeitung mit ihrem ehemals selbstständigen Hilfswerk Miteinander Füreinander dabei.

Wie hilft der Verein?
Der Verein hilft Menschen, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind, und zwar in der Regel mit finanziellen Zuwendungen. Dabei wird in jedem Einzelfall geprüft, ob und wieweit eine Bedürftigkeit besteht. Oberstes Ziel ist, den Betroffenen mit den Spenden einen möglichst nachhaltigen Weg aus ihrer Notlage zu ebnen oder deren Folgen erträglicher zu machen. Keine Hilfe wird für Dinge geleistet, die durch eine Hilfs-Pflicht anderer Akteure abgedeckt sind, etwa von staatlichen Einrichtungen oder Versicherungen. Je nach Besonderheit des Falls erhalten die Betroffenen direkte Geldzuwendungen, oder der Verein finanziert selber bestimmte Hilfsmaßnahmen oder Anschaffungen.