Es ist ein kleines Wunder. Ben Leischner besucht seit diesem Jahr die Schule. Im Februar vergangenen Jahres haben seine Eltern, Geschwister und Oma Manuela um sein Leben gebangt. Zu diesem Zeitpunkt wissen sie bereits, dass Chemotherapie, Stammzellenbehandlung und Isolation vor ihm liegen. Schon zum zweiten Mal in seinem jungen Leben.Inzwischen ist er wieder daheim. „Ben ist therapiefrei, aber nicht geheilt“, sagt Oma Manuela. Er lebt mit starken Einschränkungen. Und das wird auch immer so bleiben. Jeden Morgen und Abend schluckt er zehn Medikamente. Ben kann noch immer nicht richtig essen. Und das wird er wohl auch nie wieder können. Die Geschmacksnerven sind von der Chemo zerstört. „Wenn er wirklich mal sagt, dass er auf etwas Appetit hat, dann bestenfalls auf einen Klecks Bratensauce, ein paar Löffel Nudelsuppe oder ein paar wenige Pommes frites“, sagt die Oma.