Freies Wort hilft Für Theo – Familie braucht größeres Auto

, aktualisiert am 11.07.2026 - 10:00 Uhr

Theo aus Barchfeld (Wartburgkreis) kämpft seit seiner Geburt. „Freies Wort hilft“ sammelt Spenden, damit seine Familie ein größeres Auto anschaffen kann.

Theo hatte einen schweren Start ins Leben. Foto: Imogen Berger

Therapien, Arzttermine, Untersuchungen – für Theo gehören sie zum Alltag. Doch mit jedem neuen Hilfsmittel wird es für seine Familie schwieriger, all das zu organisieren. Das bisherige Auto stößt längst an seine Grenzen. Deshalb sammelt „Freies Wort hilft“ jetzt Spenden für ein größeres Fahrzeug.

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Wenn Anna August ihren Sohn auf den Arm nimmt, wirkt Theo wie ein fröhlicher, neugieriger kleiner Junge. Er lacht, beobachtet aufmerksam seine Umgebung und spielt. Doch der Eineinhalbjährige hatte einen schweren Start ins Leben und wird wohl immer mit Einschränkungen zu kämpfen haben.

Notkaiserschnitt in der 34. Woche

„Anfangs haben wir eine schlechte Nachricht nach der anderen bekommen“, erinnert sich die 26-jährige Mutter.

Theo wurde am 10. Oktober 2024 in der 34. Schwangerschaftswoche per Notkaiserschnitt geboren. Sein Zwillingsbruder hatte zuvor im Mutterleib keinen Herzschlag mehr. Dass die Zwillingsschwangerschaft in einer Tragödie enden würde, damit hatte niemand gerechnet, erzählen die Eltern.

Anna und André August mit ihren Kindern Theo und Thalia. Foto: Imogen Berger

Während Anna und André August den schmerzhaften Verlust eines Kindes verkraften mussten, kämpfte Theo selbst ums Überleben. Noch am Tag seiner Geburt wurde er ins Klinikum nach Suhl gebracht, eine Woche später folgte die Verlegung nach Jena. Zunächst vermuteten die Ärzte eine Stoffwechselerkrankung, schließlich wurde eine Hirnblutung festgestellt.

Bis heute gibt es keine eindeutige Diagnose. Theo ist motorisch entwicklungsverzögert und hochgradig schwerhörig. Allein sitzen kann er noch nicht. Vom Rücken auf den Bauch schafft er es inzwischen, zurück jedoch nicht. Regelmäßig stehen Physiotherapie sowie Termine beim HNO-Arzt, Augenarzt und weitere Untersuchungen an. Vor Kurzem erhielt Theo ein Cochlea-Implantat, um Hören zu können. Seine Eltern versuchen außerdem, mit ihm Gebärden zu lernen.

Bedarf an Hilfsmitteln wächst

„Wir haben einmal alles an Diagnosen – und es nimmt kein Ende“, sagt Anna August.

Mit jedem Monat, den Theo älter wird, wächst auch der Bedarf an Hilfsmitteln. Der Junge braucht unter anderem einen Therapiestuhl, um richtig sitzen zu können. Perspektivisch wird er weitere Unterstützung benötigen. Gleichzeitig ist die Familie inzwischen zu viert: Neben Theo gehört auch die kleine Schwester Thalia zum Alltag von Anna und André August. Sie wurde vor wenigen Wochen geboren – Gott seid Dank gesund. Kinderwagen, Hilfsmittel und Gepäck für die vielen Arzt- und Therapietermine bringen den Ford Mondeo Kombi der Familie deshalb längst an seine Grenzen.

Die Augusts haben sich bereits in einem Autohaus beraten lassen. Ein geeigneter Kleinbus würde nach ihren Angaben rund 50.000 Euro kosten. Die monatliche Finanzierung läge bei 400 bis 500 Euro.

Der Kombi der Familie ist spätestens seit der Geburt von Thalia zu klein. Foto: Imogen Berger

„Früher konnten wir etwas zurücklegen. Durch den Umzug in die barrierefreie Wohnung und die höhere Miete sind unsere Reserven aufgebraucht“, sagt Vater André August. Der 36-Jährige arbeitet als Servicetechniker und ist unter der Woche auf Montage. Seine Frau Anna ist Verkäuferin.

Zu den gesundheitlichen Sorgen kommt der Kampf mit den Behörden. Bis Pflegegrad 4 bewilligt wurde, vergingen nach Angaben der Familie rund eineinhalb Jahre. Auch beim Schwerbehindertenausweis habe sich vieles hingezogen.

„Man wird von einem zum anderen verwiesen. Es fühlt sich niemand verantwortlich“, sagt André August.

Lange hätten die beiden gezögert, überhaupt um Unterstützung zu bitten. Schon nach der Geburt der Zwillinge hätten sie versucht, alles aus eigener Kraft zu schaffen.

„Wir waren uns die ganze Zeit unschlüssig, ob wir überhaupt um Hilfe bitten sollen“, sagt Anna August. „Aber irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem man merkt, dass man es allein nicht mehr schafft.“

Mit der Aktion von „Freies Wort hilft“ soll nun Geld für ein größeres Fahrzeug gesammelt werden. Es soll Theo den Weg zu seinen zahlreichen Therapien erleichtern und seiner Familie den Alltag ein Stück weit einfacher machen.

Denn der kleine Junge hat schon oft bewiesen, dass er kämpfen kann. Jetzt soll er auf seinem weiteren Weg die Unterstützung bekommen, die seine Familie allein nicht leisten kann.

Spendenaufruf für Theo: Jeder Euro zählt

Wer Theo und seine Familie unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto von „Freies Wort hilft“ überweisen. Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Theo“ an.

Empfänger: Freies Wort hilft e. V.

IBAN: DE39 8405 0000 1705 0170 17

BIC: HELADEF1RRS

Bank: Rhön-Rennsteig-Sparkasse

Die Bankverbindung von Freies Wort hilft.

„Freies Wort hilft“ ist das gemeinnützige Hilfswerk der Tageszeitungen Freies Wort, Südthüringer Zeitung und Meininger Tageblatt. Der Verein unterstützt Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Jeder gespendete Euro kommt direkt den Betroffenen zugute.