Freies Wort hilft Diagnose Hirntumor – Susanne Krüger braucht Hilfe

Jahrelang engagierte sich Susanne Krüger für das Leben in Bad Liebenstein und den Ortsteilen. Nach einer Hirntumor-Diagnose benötigt die 51-Jährige nun selbst Unterstützung.

Susanne Krüger hat einen bösartigen Hirntumor. Die Erkrankung hat sie sichtbar gezeichnet. Foto: privat

Ob beim Glasbachrennen, bei den Steinbacher Strolchen, bei Vereinsveranstaltungen oder Festen in der Kurstadt – viele Menschen in Bad Liebenstein und den Ortsteilen kennen Susanne Krüger mit einer Kamera in der Hand. Wo etwas los war, war meist auch sie nicht weit. Sie fotografierte, dokumentierte, unterstützte, organisierte und brachte sich mit Herzblut ins gesellschaftliche Leben ein. Besonders eng verbunden war die 51-Jährige dem Tierpark Bad Liebenstein. Doch ihr Engagement reichte weit darüber hinaus. Über Jahre gehörte sie zu den Menschen, die das Leben in der Kurstadt mitprägten – oft im Hintergrund, aber immer mittendrin. Heute ist es Susanne Krüger selbst, die Unterstützung benötigt.

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Ende 2025 erhielt die ausgebildete Krankenschwester die Diagnose Hirntumor. Erste Anzeichen hatte es bereits zuvor gegeben, berichtet ihre Freundin Madlen Matzke-Deppeler im Gespräch mit der Redaktion. Ihr Sehvermögen verschlechterte sich zunehmend. Bald folgten weitere gesundheitliche Einschränkungen. Inzwischen ist Susanne Krüger auf einen Rollstuhl angewiesen und kann ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen.

Eine Operation kam für sie nicht infrage. Das Risiko schwerwiegender Folgen wäre nach Einschätzung der Familie zu groß. „Nur ein Millimeter daneben und Susanne wäre für immer ein Pflegefall“, sagt Madlen Matzke-Deppeler. Aktuell erhalte sie eine medikamentöse Therapie – ob diese anschlägt, ist derzeit noch nicht absehbar.

Sylvia Krüger opfert alles für ihre kranke Tochter

Seit vielen Wochen bestimmt die Krankheit den kompletten Alltag. Immer an ihrer Seite ist Susannes Mutter Sylvia Krüger. Die Seniorin, die viele Bad Liebensteiner noch aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Stadtbibliothek kennen, kümmert sich rund um die Uhr um ihre Tochter. Aus dem gemeinsamen Alltag von Mutter und Tochter ist eine Pflegesituation geworden, die kaum Pausen kennt.

Damit Susanne überhaupt an die frische Luft gelangen kann, wurde bereits eine provisorische Rampe gebaut. Doch das Haus muss weiter an die neue Lebenssituation angepasst werden. Gleichzeitig steigen die Kosten. Hilfsmittel werden benötigt, Umbauten stehen an, laufende Ausgaben bleiben bestehen.

Die Bankverbindung von „ Freies Wort hilft“ bei der Rhön-Rennsteig-Sparkasse. Foto: privat

Die finanzielle Unsicherheit belastet alles noch mehr. Das Haus in Schweina, in dem beide leben, ist noch nicht abbezahlt. Monat für Monat müssen Kreditraten beglichen werden, während die Ausgaben steigen und Einnahmen wegfallen.

Trotz allem hat Susanne Krüger ihren Lebensmut nicht verloren. Ihr größter Wunsch sei es, wieder ein Stück Selbstständigkeit zurückzugewinnen, erzählt Madlen Matzke-Deppeler. Die beiden Frauen kennen sich seit rund 30 Jahren.

Die heute in der Schweiz lebende Freundin verfolgt die Entwicklung aus der Ferne. „Ich fühle mich oft hilflos“, sagt sie. „Deshalb möchte ich wenigstens dazu beitragen, dass die finanziellen Sorgen etwas kleiner werden.“

Spendenaufruf von „Freies Wort hilft“

Aus diesem Wunsch heraus hat sie einen Spendenaufruf bei Gofundme gestartet. Die gesammelten Gelder sollen unter anderem für notwendige Umbauten, Hilfsmittel und die laufenden Belastungen rund um die Pflege verwendet werden.

Auch „Freies Wort hilft“, der Hilfsverein von Südthüringer Zeitung, Freies Wort und Meininger Tageblatt möchte die beiden Frauen unterstützen und sammelt unter dem Verwendungszweck „Susanne Krüger“ (IBAN DE39 8405 0000 1705 0170 17) Geld. Jeder eingehende Euro kommt der Familie zugute. Der Verein ist gemeinnützig, die Spenden sind steuerlich absetzbar.