Zuvor erklärte Richard Rossel, warum die bisherige Entgeltordnung eine Änderung erfahren muss. 2015 erfolgte die letzte Erhöhung der Eintrittspreise, die 2019 mit der Eingemeindung von Benshausen angepasst wurden. „Mit einem Kostendeckungsgrad von 16 Prozent – bei Annahme eines ebenso guten Badewetters wie 2022 – sind es nur 16 Prozent, mit denen Nutzer der Freibäder an den Kosten beteiligt sind“, betonte er. „Und die Kosten steigen. Waren es 2022 noch 501 000 Euro, sind 2023 weitere 200 000 Euro mehr zu schultern.“ Dass dafür nicht nur energetische Gründe eine Rolle spielen, sondern auch personelle, machte er an den Tarifforderungen deutlich, für die sich die Gewerkschaft verdi einsetzt. Demnach werden für die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 500 Euro für die Beschäftigten gefordert. Also auch für Pflegekräfte, Erzieherinnen, für Verwaltungsangestellte. „Dem müssen wir begegnen“, machte er deutlich und nannte zum Teil exorbitante Teuerungsraten von Öl, Erdgas, Lebensmitteln, Strom als Gründe, für die Forderungen. „Auch wir müssen für das Betreiben der Freibäder mehr bezahlen. Wir können jedoch nicht die Eintrittspreise halten und noch weiter ins Defizit rutschen. Es würde zu Lasten der Allgemeinheit gehen“, warb er um Verständnis für den Schritt, den er als moderate Kostensteigerung sieht. Zugleich sollte damit auch ein breiteres Angebot geschaffen sowie Monats- und Jahreskarten attraktiver gemacht werden. Ein Mehr an Dauerkarten würde wiederum eine höhere Einnahmesicherheit bedeuten und letztlich für den Nutzer ein wesentlich geringeres Entgelt als beim Lösen einer Tageskarte.