Freibad Rippershausen Die Gestaltung des Dorfmittelpunktes steht zur Diskussion

An der Scheune der Familie Irmer in Rippershausen sind seit Mitte September drei Vorschläge für eine zukünftige Gestaltung des Schwimmbadareals groß ausgehängt. Die Aufnahme zeigt Variante 3, die Kolonnade Foto:  

Wie könnte der Dorfmittelpunkt von Rippershausen mit Freizeitareal und Freibad in Zukunft aussehen? Diese Frage werden interessierte Bürger gemeinsam mit Fachleuten am Samstag im ehemaligen Gasthof Zur Sonne erörtern.

Rippershausen - Die Neugestaltung des Freibadareals haben sich die Gemeinde Rippershausen und der Förderverein Schwimmbadfreunde auf die Fahnen geschrieben. Die Weichen für die Zukunft möchten sie gerne noch im Jubiläumsjahr des Bades stellen, das 2021 auf 50 Jahre zurückblickt. Nachdem Kulturbiergarten-Veranstalter Gunther Irmer zusammen mit Bürgermeister Frank Bandemer und dem Badvereinsvorsitzenden Daniel Mallon Mitte September öffentlichkeitswirksam drei Gestaltungsvorschläge der Architekten Simon Fischer und Gerrit Müller-Scheeßel vorstellte und diese in Form eines großen Banners gegenüber vom Bad aufhängte, ist nun Zeit, Bilanz zu ziehen.

Die Bürger hatten jetzt sechs Wochen lang die Möglichkeit, ihre Ideen, Vorschläge oder auch Ergänzungen zur Badgestaltung zu Papier zu bringen und in einen der dafür vorgesehenen Briefkästen zu werfen. Jetzt sind sie aufgerufen am Samstag, 31. Oktober, die Thematik in einem größeren Kreis zu diskutieren. Eingeladen wird von der Gemeinde und dem Verein um 15 Uhr zu einer „Architektensprechstunde“ in den ehemaligen Gasthof Zur Sonne Im Dorf 4. Die Lokalität finden auch Ortsunkundige ganz leicht. Sie befindet sich direkt gegenüber dem Bad. Die gemeinsame Diskussionsrunde soll dazu dienen, eine Gestaltungsvariante zu finden, die den Vorstellungen der Bürger, den Anforderungen an ein Bad und an ein Freizeitgelände sowie den finanziellen Möglichkeiten Rechnung trägt.

Zum jüngsten Kulturbiergarten Ende Juli sind die verschiedene Konzeptvorschläge für einen Masterplan zur Neugestaltung des Schwimmbadgeländes erstmalig vorgestellt worden. Nun haben die Absolventen der Bauhaus-Uni Weimar, Simon Fischer und Gerrit Müller-Scheeßel, unter Begleitung von Prof. Steffen de Rudder ihre Konzepte für eine Neugestaltung verfeinert, die das aushängende Banner zusammenfasst. Zum Auftakt der Veranstaltung am Samstag werden die beiden Architekten ihre drei Vorschläge im Detail noch einmal präsentieren. Anschließend sind sie für Fragen und Anregungen offen und wird es Zeit geben, die Vision eines Freibades von morgen zu entwerfen und diese möglicherweise auch schon in einen Rahmen zu gießen.

Der Masterplan, der entstehen soll, wird die Neugestaltung des gesamten Schwimmbadgelände, einschließlich des Sport- und Spielplatzes sowie des neuen Sängerplatzes mit dem Skulpturenensemble, beinhalten. Dabei handelt es sich um ein Vorhaben, welches je nach Finanzlage in mehreren Jahresscheiben realisiert werden soll. Die Veranstalter freuen sich auf eine angeregte „Architektensprechstunde“ mit vielen Gästen und sind dankbar, dass die Landfrauen von Rippershausen für einen gemütlichen Rahmen, nämlich für Kaffee und Kuchen sorgen. Der Eintritt ist frei, es gelten die 3G-Regeln.

Möglicherweise wird der Vereinsvorsitzende Daniel Mallon die Gelegenheit nutzen, um über den aktuellen Stand der Freibadsanierung und die noch anstehenden Aufgaben bis zur Wiedereröffnung zu berichten. 2019 öffnete der Verein bekanntlich die dörfliche Badeanstalt wegen geplanter Reparaturarbeiten nicht. Vorgesehen war die Fußwege rund um das Becken zu erneuern und dabei die alten Betonplatten durch Betonsteine zu ersetzen. Beim Ausbau der Platten zeigte sich, dass der Eingriff umfassender ausfallen muss. Im Zuge dessen ist nun der Beckenkopf abgestrahlt und anschließend mit einem stahlbewährten Ringanker versehen worden. Die Sanierung der Beckenwände schloss sich an, wobei der letzte öffentliche Aufruf zu einem vormittäglichen Arbeitseinsatz bedauerlicherweise nicht auf fruchtbaren Boden fiel.

Das Freibad ist zusammen mit den anderen Freizeitflächen Eigentum der Gemeinde. Diese plante vor zehn Jahren aus finanziellen Gründen die Schließung. Daraufhin gründete sich der Verein der Schwimmbadfreunde, der das Bad rettete und seither erhält und betreibt.

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