Frauenfußball-Bundesliga Aufsteiger Jena zahlt Lehrgeld

Glücklos vor dem Tor: Adrijana Mori (vorn links). Foto: /Karim El Boujdaini

Gut gespielt, trotzdem verloren: Der FC Carl Zeiss Jena startet mit einem 0:3 gegen Leverkusen in die Saison der Frauenfußball-Bundesliga.

Jena - Lehrstunde statt Traumstart: Die Fußballerinnen des FC Carl Zeiss Jena sind im ersten Spiel der neuen Bundesligasaison unsanft auf den Boden der Tatsachen geholt worden. Vor rund 300 Zuschauern im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld zogen die Schützlinge von Trainerin Anne Pochert mit 0:3 (0:1) gegen Bayer Leverkusen den Kürzeren – ein Endergebnis, das dem Spielverlauf nicht entsprach, denn der Aufsteiger von der Saale war alles andere als chancenlos. „Mit unserer Leistung bin ich zufrieden, da gibt es nicht viel auszusetzen“, sagte Pochert. „Alle haben sich voll reingehängt, wir sind meiner Ansicht nach sehr ansprechend aufgetreten. Allerdings müssen wir unsere Möglichkeiten besser nutzen. In der ersten Liga heißt es, vor dem Tor abgeklärter aufzutreten.“

Jena hatte am Sonntagnachmittag in der Anfangsviertelstunde zweimal die Führung auf dem Fuß, doch die slowenische Nationalspielerin Adrijana Mori scheiterte sowohl in der 7. als auch in der 12. Minute. Kurz vor der Pause wurde Anja Heuschkels Schuss im Getümmel geblockt (38.), allerdings lag der FC Carl Zeiss zu diesem Zeitpunkt bereits in Rückstand. Nach einem Konter blieb Dora Zeller (29.) eiskalt und ließ Torhüterin Inga Schuldt aus kurzer Distanz nicht die Spur einer Abwehrchance.

Auch im zweiten Abschnitt bewegten sich die beiden Mannschaften über weite Strecken auf Augenhöhe, die Gäste vom Rhein waren jedoch erneut eine Spur kaltschnäuziger. Zunächst sorgte Lisanne Gräwe mit einem „Knallbonbon“ aus gut und gerne 25 Metern in der 62. Minute für die Vorentscheidung, ehe Kristin Kögel nur sieben Minuten später endgültig die Verhältnisse klärte.

Die Gastgeberinnen steckten nicht auf und kamen durch Nicole Woldmann (81.) sowie Julia Arnold (90+1.) zumindest dem Ehrentreffer nahe, der dem engagierten Liga-Rückkehrer aber nicht mehr vergönnt war. „Ich freue mich über unseren Sieg“, sagte derweil Gästetrainer Achim Feifel. „Das Ergebnis ist deutlicher, als es die Verhältnisse auf dem Platz widergespiegelt haben. Jena hat es uns sehr schwer gemacht.“

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