Fotokalender Wintersportler mit Weitblick

Thomas Klinger, Alexander Wolf, Steffen Lindau, Frank Ullrich, Karl Koch und Gert Herwig posieren für den Fotokalender. Foto: Heiko_Matz/Heiko_Matz_matzfoto@t-online.de

Bekannte Wintersportler aus drei Generationen sind auf einem Fotokalender zu sehen, der nun präsentiert wird.

Brotterode-Trusetal - Im November 2020 fiel der Startschuss für einen besonderen Wintersport-Kalender. Wenige Zeit später waren die Porträts von acht Weltmeistern aus Trusetal dank Fotografin Imogen Berger im Kasten. Nun befindet sich die Gestaltung des neuen Aushängeschildes für die Stadt Brotterode-Trusetal auf der Zielgeraden. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte der Autor und Realisator Mirco Robus aus Trusetal, der die Legenden des Sports für die Fotoshootings im Sinne des Wintersports seiner Heimatgemeinde gewinnen konnte. Zwei Trusetaler Unternehmer, welche die Bergdorf-EM und die dadurch für den Thüringer Wald erzeugte Aufmerksamkeit zu schätzen wissen, unterstützen das Fotokalenderprojekt. Am morgigen Sonntag, 15 Uhr, zur Eröffnung der Ausstellung zum Leben des Welttorhüters Bernd Trautmann im Eisstadion Brotterode, soll der Kalender präsentiert werden.

Das erste Motiv zeigt Alexander Wolf, Schweizer Cheftrainer der Biathlon-Herren, mit Wohnsitz in Steinbach-Hallenberg. Ein Sportler, der das Skilaufen im Trusetaler Skistadion bei dem langjährigen Trainer des WSV Trusetal, Eberhard Reum, lernte. Das „Gesicht des Januar“ zeigt sich in einem Statement als Wintersportler mit Weitblick, der auch den Fußball, die Heimat und die internationalen Verbindungen zu schätzen weiß. Alexander Wolf: „Ich hatte gerade im Mai 2020 meinen Vertrag in der Schweiz unterschrieben, als ich von der deutschen Bergdorfnationalmannschaft aus Steinbach-Hallenberg erfuhr. Das Wallis, wo die Bergdorf-EM 2020 stattfinden sollte, ist nicht so weit von meinem Stützpunkt in Andermatt entfernt. Ich habe auch Sportler, die im Wallis wohnen. Das heißt, das wäre gleich um die Ecke gewesen und wir hätten als Fans dort auftreten können. Da hat Corona natürlich einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Fußball-EM der Bergdörfer wurde abgesagt. Aber für mich ist es natürlich etwas Besonderes als Steinbach-Hallenberger und Schweizer Cheftrainer, dass mein Heimatort dort teilnehmen darf. Fußball und Wintersport lassen sich bei uns gut kombinieren. Ich kenne einige, die im Fußball tätig sind und auch trotzdem Biathlonfans sind und umgekehrt. Man denke nur an Michael Rösch, der leidenschaftlicher Leverkusenfan ist. Wir waren dort auch schon einige Male bei Champions-League-Spielen im Stadion, als wir in Köln studiert haben“, so der Wahl-Schweizer.

Auch mit Jens Filbrich, der ja auch Leverkusenfan ist, sei man unterwegs gewesen und habe dort ehemalige bekannte Sportler wie etwa Bernd Schneider getroffen, die sich ja auch für den Wintersport, Langlauf und Biathlon interessieren. „Insofern ist die Kombination, dass Fußball vom Wintersport und Wintersport vom Fußball profitieren kann, glaube ich, ganz gut. Ich freue mich darauf, auch wenn die Schweizer sagen, im Thüringer Wald gibt es keine Berge, sondern nur Hügel, dass die Steinbach-Hallenberger Fußballer ihr Land vertreten können. Ich hoffe, dass die Bergdorf-EM in diesem Jahr stattfinden kann.“

 
 

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