Totgesagte leben länger, heißt es. Auf die Fichte dürfte das definitiv zutreffen. Denn längst ist ihr Ende im Thüringer Wald besiegelt – und doch soll sie im Wald der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Wie genau, das wird demnächst auf der Forschungsfläche am Parkplatz Kalte Herberge zwischen Suhl und Schmiedefeld untersucht. „Es ist eine Gen-Erhaltungsfläche“, präzisiert Ingolf Profft vom Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha (FFK), Referat Klimafolgen, Forschung und Versuchswesen. Das bedeutet, das auf dem Areal, das aussieht wie ein gut vorbereitetes Stück Ackerland, demnächst Fichtensetzlinge in die Erde kommen. Aber nicht etwa die breitkronigen Tieflagenfichten, die seit Jahren Borkenkäfern und Witterungseinflüssen nahezu machtlos gegenüberstehen. Es sind die schmalkronigen Hochlagenfichten, auf die es die Mitarbeiter des Forschungszentrums abgesehen haben. Denn von ihnen gibt es nur noch einen ganz kleinen Restbestand in der Region, nämlich die bekannten Oberhofer Schlossbergfichten.
Forschung im Suhler Wald Samen aus den 80ern werden zum Wald der Zukunft
Anica Theres Knies 28.07.2025 - 17:48 Uhr